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Innenpolitik

Auch Tassilo Wallentin möchte in die Hofburg einziehen

Von OÖN   12. August 2022 00:04 Uhr

Auch Tassilo Wallentin möchte in die Hofburg einziehen
Tassilo Wallentin: Rechtsanwalt will Bundespräsident werden

WIEN. Prominenter Wiener Anwalt wird nächste Woche seine Kandidatur bekannt geben. Bewerbung ohne Unterstützung einer Partei

Der 48-jährige Wiener Rechtsanwalt und "Krone"-Kolumnist Tassilo Wallentin will nun doch für die Bundespräsidentschaftswahl kandidieren. Er möchte es im Alleingang – ohne Partei im Hintergrund – auf den Stimmzettel schaffen.

Wallentin muss für eine Kandidatur – wie jeder andere Kandidat auch – 6000 Unterstützungserklärungen sammeln und den Wahlbehörden bis zum 2. September vorlegen. Seine Tätigkeit als Zeitungskolumnist beendet er diese Woche.

Schon Anfang Juni war über ein Antreten Wallentins spekuliert worden, jedoch als Bewerber auf dem freiheitlichen Ticket. FP-Obmann Herbert Kickl sagte damals, diese Mutmaßungen seien nicht "Breaking News", sondern "Breaking Schmus".

Angebot für bürgerliche Wähler

Das Antreten als blauer Bewerber scheiterte dem Vernehmen nach, weil Wallentin die strikte Anti-Corona- und Anti-Impf-Linie von Kickl nicht mittragen wollte.

Aus Wallentins Umfeld wurde am Donnerstag sein Vorhaben bestätigt. Offiziell werden soll die Kandidatur in der nächsten Woche.

Der Beweggrund für die nun doch sehr kurzfristige Entscheidung sei das Ziel, eine echte Alternative zu Alexander Van der Bellen zu bieten – vor allem angesichts der bisher genannten anderen Kandidaten und auch der jüngsten Vorgänge in der FPÖ. Der Jurist möchte ein Angebot für bürgerliche Wählerinnen und Wähler sein.

Sein Lebenslauf ist dem entsprechend: Wallentin maturierte 1993 mit Auszeichnung bei den Schulbrüdern in Wien-Strebersdorf. Anschließend studierte er in Salzburg Rechtswissenschaften und wurde Assistent am Institut für Handels- und Wirtschaftsrecht. Nach einem Stipendium in Kalifornien arbeitete er für eine Anwaltskanzlei in San Francisco.

Nach der Rechtsanwaltsprüfung gründete er 2004 seine eigene Rechtsanwaltskanzlei in Wien. Mehrere Jahre lang vertrat er "Krone"-Gründer Hans Dichand, aber auch den ehemaligen Bawag-Generaldirektor Helmut Elsner in dessen Verfahren um die Pleite der Gewerkschaftsbank.

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