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Innenpolitik

Anschober: "Keine Grenzschließung zu Italien"

25. Februar 2020 18:51 Uhr

Gesundheitsminister Rudi Anschober

ROM/WIEN. Italiens Nachbarländer wollen die Bemühungen der Regierung in Rom zur Eingrenzung der Epidemie aktiv unterstützen.

Zugleich soll es zu keiner Grenzschließung zu Italien kommen, berichtete der österreichische Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Ende des Treffens mit mehreren europäischer Amtskollegen am Dienstag in Rom.

"Wäre nicht angebracht"

"Wir wollen in den nächsten Tagen und Wochen eng mit Italien zusammenarbeiten, um eine Begrenzung der Infektionen zu erreichen. Eine Grenzschließung haben wir ausgeschlossen, weil diese Maßnahme nicht angebracht wäre", sagte Anschober.

Aus den jüngsten Infektionsfällen, die in Tirol, in der Schweiz und in Frankreich gemeldet wurden, gehe klar hervor, dass der Ursprung der Ansteckung in der Lombardei liege. "Es war zu befürchten, dass es auch in Österreich zu Infektionsfällen kommen würde. In den beiden Fällen in Tirol gibt es einen klaren Bezug mit der Lombardei. Man kann keinen Glassturz über Österreich errichten", sagte der Minister.

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Enger Kontakt zu Behörden

Anschober betonte, dass Österreich bereit sei, die "mutigen und rigorosen Maßnahmen" zu unterstützen, die die Regierung Conte bisher gegen die Epidemie ergriffen habe. Österreich werde in den nächsten Wochen engen Kontakt zu den italienischen Behörden pflegen. In zwei Wochen sollen die EU-Gesundheitsminister in Kroatien zusammenkommen, um die Entwicklungen der Coronavirus-Krise zu prüfen.

Am Treffen in Rom, zu dem der italienischen Gesundheitsminister Roberto Speranza eingeladen hat, beteiligte sich am Dienstagnachmittag auch EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Anschober führte bilaterale Gespräche mit mehreren Amtskollegen.

"Die Italiener können weiterhin reisen"

Der italienische Gesundheitsminister Speranza hob bei einer Pressekonferenz nach dem Treffen hervor, dass die Maßnahmen der Regierung Conte zur Isolierung des Infektionsheers internationale Anerkennung gefunden haben. Die Qualität des italienischen Gesundheitssystem sei hoch und auf europäischer Ebene anerkannt. "Die Italiener können weiterhin reisen. Es gibt für sie keine Einschränkungen", versicherte Speranza.

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