Lade Inhalte...

Innenpolitik

500 Tage nach dem ersten Lockdown fallen die meisten Corona-Auflagen

Von Alexander Zens  18. Juni 2021 00:04 Uhr

500 Tage nach dem ersten Lockdown fallen die meisten Corona-Auflagen
Einfacher Mund-Nasen-Schutz statt FFP2-Maske – ab 1. Juli braucht man ihn in Öffis, Handel, Museen, ab 22. Juli nur noch in Öffis und Supermärkten.

WIEN. Nur noch teilweise Maskenpflicht, keine Sperrstunde, Großveranstaltungen möglich.

Zwar sei die Pandemie noch nicht vorüber, aber die Infektionslage lasse weitgehende Lockerungen der Corona-Maßnahmen zu: Das sagte Oswald Wagner, Vizerektor der MedUni Wien, am Donnerstag. Er war dabei, als die Bundesregierung die Öffnungen präsentierte. Ab Juli werden die Sperrstunde aufgehoben, Großveranstaltungen wieder ermöglicht und die Nachtgastronomie geöffnet. Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen fallen weg, FFP2-Maskenpflicht gilt nur noch im Gesundheitsbereich und in Heimen. Die 3-G-Regel bleibt in vielen Bereichen, nicht aber zum Beispiel bei Veranstaltungen mit weniger als 100 Personen.

Die Stichtage für die schrittweisen Lockerungen sind der 1. und 22. Juli. Danach wird es 500 Tage her sein, dass der erste Corona-Lockdown in Österreich in Kraft trat (16. März 2020).

"Es kann getanzt, gefeiert, geheiratet werden", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (VP). Man sei auf einem ausgezeichneten Weg, die Situation sei besser als erwartet. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) betonte, dass die Jungen lange auf viel verzichtet hätten, nun werde geöffnet: "Jetzt seid ihr dran."

Vor allem angesichts der Delta-Virusvariante appellierten Politik und Experte aber an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen. Delta ist in etwa doppelt so ansteckend wie der Corona-Wildtyp. "Die kann was", sagte Wagner. Die Impfstoffe wirken aber auch bei Delta gegen schwere Krankheitsverläufe.

Talk mit Politik-Redakteur Alexander Zens von den OÖN:

Lockerungen ab 1. Juli

Sie fällt noch nicht ganz. Aber ab 1. Juli wird die Maskenpflicht auf einige wenige Orte beschränkt sein. Wo sonst noch gelockert wird hat uns OÖN-Politikredakteur Alexander Zens verraten.

"Nicht übermütig werden"

Um eine weitgehende Herdenimmunität zu erreichen, sollte die Immunisierungsquote (Geimpfte und Genesene) rund 80 Prozent betragen, so Wagner. Er zeigte sich zuversichtlich, dass man dies erreichen könne. Aber er betonte auch: "Nicht übermütig werden." Kurz zeigte sich überzeugt, dass der Öffnungsplan trotz Delta hält.

Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP) sagte auf OÖN-Anfrage, dass die Lockerungen "eine logische Folge der geringen Infektionszahlen der vergangenen Wochen" seien. Bei der Öffnung der Nachtgastronomie gehe es aber "nicht nur darum, endlich wieder Partys feiern zu können, sondern dass die Zuversicht und das Lebensgefühl mehr und mehr zurückkehrt", so Stelzer: "Viele Landsleute, auch die Jugendlichen, haben über Monate auf so vieles verzichten müssen. Das haben sich jetzt alle verdient."

Der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SP) übte hingegen Kritik und findet die Lockerungen laut Kurier "gewagt".

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist gestern auf 14,4 Infektionen pro 100.000 Einwohner gesunken.

Interessieren Sie sich für dieses Thema?

Mit einem Klick auf das “Merken”-Symbol fügen Sie ein Thema zu Ihrer Merkliste hinzu. Klicken Sie auf den Begriff, um alle Artikel zu einem Thema zu sehen.

Artikel von

Alexander Zens

Redakteur Politik

Alexander Zens
Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

mehr zum Thema

mehr aus Innenpolitik

19  Kommentare expand_more 19  Kommentare expand_less