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Außenpolitik

WHO empfielt: Impfpflicht muss zeitlich begrenzt sein

Von nachrichten.at/apa   12. Januar 2022 19:44 Uhr

GENF. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt eine zeitlich begrenzte Impfpflicht nur als letztes Mittel.

Eine Impfpflicht soll laut der WHO nur beschlossen werden, wenn Menschen nicht anderweitig vom Nutzen einer Impfung überzeugt werden können.

"Wir rufen immer dazu auf, dass eine Impfpflicht klar, eindeutig und zeitlich begrenzt ist", sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan am Mittwoch in Genf. Solch ein Schritt müsse begleitet sein von angemessener Risikokommunikation.

Vor einer Impfpflicht müssten alle Maßnahmen ausgeschöpft werden, um sicherzustellen, dass Bürgerinnen und Bürger angemessen informiert sind. Zudem müsse sichergestellt sein, dass "die Resultate einer Impfpflicht für die öffentliche Gesundheit und die Gesellschaft schwerer wiegen als die Beeinträchtigung individueller Rechte oder individueller Freiheiten".

"Wie sehen eine Impfpflicht als letztes Mittel, im Fall einer großen Epidemie, wie wir sie in den vergangenes Monaten mit Delta und Omikron gesehen haben, wenn wir wissen, dass Impfungen Leben retten werden", sagte Ryan. Der Mediziner sprach allgemein über das Für und Wider einer Impfpflicht.

UN-Sprecher: "Debatte ist ein Luxus"

Angesichts der Debatte um eine Impfpflicht werben die Vereinten Nationen für eine bessere globale Verteilung der Impfstoffe. Die privilegierten Länder mit genügend Nachschub müssten dafür sorgen, dass Impfstoff auch in andere Staaten gebracht werde, sagte UN-Sprecher Stephane Dujarric am Mittwoch in New York. "Wir können die Debatte zur Impfpflicht führen. Aber dies ist in der Tat ein Luxus. Konzentrieren wir uns also darauf, Impfstoffe an Orte zu bringen, die sie brauchen."

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