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Außenpolitik

Von der Leyens Team ist bunt und weiblich

Von (via)   10. September 2019 00:04 Uhr

Von der Leyens Team ist bunt und weiblich
Ursula von der Leyen löst Jean-Claude Juncker am 1. November ab.

BRÜSSEL. 13 Frauen werden in der neuen EU-Kommission sitzen – manche haben das Zeug zum politischen Star.

Die EU-Kommission, der Ursula von der Leyen die nächsten fünf Jahre vorstehen wird, ist so weiblich wie nie: Inklusive der Chefin sitzen künftig 13 Frauen in der Brüssler Behörde 14 Männern gegenüber. Damit ist die Geschlechterparität, die die ehemalige deutsche Verteidigungsministerin versprochen hat, fast erfüllt. Das Gremium hat nur noch 27 Mitglieder, weil Großbritannien wegen des Brexits niemanden mehr nominiert hat. Derzeit sind nur neun der noch 28 Kommissionsmitglieder weiblich.

Neben von der Leyen selbst stehen einige Frauen auf der Liste, die das Zeug zum politischen Star haben. Da ist natürlich die Liberale Margrethe Vestager. Die Dänin hat sich als Wettbewerbskommissarin in der Juncker-Kommission einen Namen gemacht, indem sie sich mit Internetgiganten wie Google angelegt hat. Sie wird auf jeden Fall Vizepräsidentin. Ihr Ressort steht noch nicht fest. Die Verteilung der Agenden wird von der Leyen heute bekannt geben. Eine starke Rolle ist auch für die französische Liberale Sylvie Goulard wahrscheinlich: Sie spricht mehrere Sprachen und gilt als glühende Europäerin. Als stellvertretende Leiterin der französischen Zentralbank bringt die ehemalige EU-Abgeordnete und Verteidigungsministerin auch Voraussetzungen für ein Ressort mit Wirtschafts- und Finanzagenden mit. Die Tschechin Vera Jourova war bisher für Justiz zuständig. Medienberichten zufolge könnte sie ein Ressort erhalten, in dem sich auch die Rechtsstaatlichkeitsagenden finden. Sollte das so sein, würde die Liberale eine Schlüsselrolle im heiklen Umgang mit Ungarn und Polen spielen. Gegen beide Staaten laufen Verfahren wegen der Unterminierung des Rechtsstaats. Acht der Kommissare haben bereits unter Jean-Claude Juncker gedient. Darunter ist der niederländische Sozialdemokrat Frans Timmermans, der wieder Vizepräsident wird. Österreichs Kommissar Johannes Hahn geht bereits in seine dritte Amtszeit. Ausgeschlossen scheint, dass er neuerlich die Agenden für Nachbarschaftspolitik und Erweiterung erhält. Ein wichtiges Ressort ist ihm aber aufgrund seiner Erfahrung jedoch sicher: An der Gerüchtebörse werden Budget oder Inneres gehandelt. In Leyens Team wird Josep Borrell mit 72 Jahren der Älteste sein. Der spanische Sozialist wird Außenbeauftragter.

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