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Außenpolitik

US-Regierung unterstützt syrische Weißhelme mit 4,5 Millionen Dollar

22. Oktober 2019 19:04 Uhr

WASHINGTON/TALL ABYAD/AKCAKALE. Die US-Regierung unterstützt die syrische Rettungsorganisation Weißhelme mit 4,5 Millionen Dollar (4,03 Mio. Euro).

Das Weiße Haus teilte am Dienstag mit, US-Präsident Donald Trump habe eine entsprechende Summe am Vortag bewilligt. Damit solle die "wichtige und hoch geschätzte Arbeit" der Organisation gefördert werden, die in den vergangenen acht Jahren mehr als 115.000 Menschen in dem Bürgerkriegsland gerettet habe.

Die USA riefen Verbündete und Partner auf, die Weißhelme ebenfalls zu fördern. Von der Bundesregierung wird die Organisation, die auch unter dem Namen Syrische Zivilverteidigung operiert, bereits seit längerem unterstützt. Trump war zuvor wegen des Abzugs der US-Truppen aus Nordsyrien scharf kritisiert worden

OPCW prüft Vorwürfe gegen türkische Armee in Nordsyrien

Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) prüft Vorwürfe, wonach die Türkei bei ihrer Militäroffensive in Nordsyrien verbotene Waffen eingesetzt haben soll. OPCW-Experten untersuchten derzeit die Vorwürfe der kurdischen Selbstverwaltung in Nordsyrien auf ihre Glaubwürdigkeit, teilte die Organisation mit Sitz in Den Haag am Dienstag mit. Eine offizielle Untersuchung sei bisher nicht eingeleitet worden, erklärte die OPCW weiter. Die Organisation werde "die Situation weiter beobachten".

Die kurdische Selbstverwaltung in Nordsyrien hatte der Türkei am Donnerstag vorgeworfen, bei ihrer am 9. Oktober begonnenen Militäroffensive auf die syrische Grenzstadt Ras al-Ain verbotene Waffen wie Phosphor und Napalm eingesetzt zu haben. Die Türkei hatte die Vorwürfe umgehend zurückgewiesen. Es sei "allgemein bekannt, dass die türkischen Streitkräfte keine chemischen Waffen in ihrem Inventar haben", sagte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte gab an, den Einsatz chemischer Waffen nicht bestätigen zu können. Die oppositionsnahe Organisation teilte aber mit, dass Verletzte mit Verbrennungen in ein Krankenhaus in der unweit von Ras al-Ain gelegenen Stadt Tal Tamr gekommen seien.

Die kurdische Autonomieverwaltung hatte in ihren Online-Kanälen ein Video veröffentlicht, auf dem Kinder mit Verbrennungen zu sehen waren, die laut einem Arzt aus der Provinz Hassake von Napalm oder Phosphor stammen könnten. In Syrien wird der Begriff Napalm zur Bezeichnung von Brandbomben verwendet, die auf Napalm-ähnlichen Substanzen basieren. Phosphor kann als Nebelkampfstoff eingesetzt, aber auch zur Herstellung tödlicher Brandbomben genutzt werden. Diese Verwendung ist völkerrechtswidrig.

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