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Außenpolitik

US-Experte Fauci: "Omikron wird fast jeden finden"

Von OÖN   13. Januar 2022 00:04 Uhr

US-Experte Fauci: "Omikron wird fast jeden finden"
Der führende US-Immunologe und Präsidentenberater Anthony Fauci

WASHINGTON. Hochansteckende Virusmutation beschert vielen Ländern neue Höchststände bei den Neuinfektionen

Die Omikron-Welle schlägt nun in zahlreichen Ländern massiv durch, vielerorts werden neue Höchststände bei den Neuinfektionen gemeldet. In den USA gab es im Schnitt der vergangenen sieben Tage pro Tag rund 750.000 bestätigte Neuinfektionen – Tendenz steigend.

Anthony Fauci, der führende US-Immunologe und Präsidentenberater, geht daher davon aus, dass sich der Großteil der Menschen mit Omikron anstecken werde: "Mit der außergewöhnlichen und beispiellosen Effektivität der Übertragung wird Omikron letztlich fast jeden finden."

Der Höhepunkt der Omikron-Welle in den USA mit 1,2 Millionen Neuinfektionen binnen 24 Stunden wird für den 19. Jänner erwartet. "Anschließend werden die Zahlen drastisch sinken, einfach weil jeder, der infiziert werden könnte, infiziert sein wird", sagte Ali Mokdad, Medizin-Professor an der Universität von Washington in Seattle. "Die Omikron-Welle wird so schnell zurückgehen, wie sie hochgeschossen ist."

Omikron trifft Frankreich voll

Höchstwerte bei den registrierten Neuinfektionen melden zudem beispielsweise Frankreich (mit 368.000 neuen Fällen) und Deutschland (80.000 Neuinfektionen). Regional liegen die Inzidenzwerte weit auseinander – den höchsten Sieben-Tage-Wert hat derzeit Bremen mit 1300. Am niedrigsten ist er mit 240 derzeit in Sachsen – jenem Bundesland, das noch vor kurzem die mit Abstand höchsten Infektionsraten aufwies.

Europaweit weist Zypern mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 3000 die höchsten Werte auf. Aber auch in 15 weiteren europäischen Ländern liegt die Inzidenz bei über 2000.

Mit stark steigenden Corona-Zahlen kämpft auch Schweden. In dem Königreich sind daher gestern neue, moderate Einschränkungen in Kraft getreten: Restaurants müssen von nun an spätestens um 23 Uhr schließen. Gruppen dürfen dort jetzt maximal acht Personen groß sein, sie dürfen zudem nur am Tisch bedient werden. Erwachsene sind ausdrücklich dazu aufgerufen, ihre nahen Kontakte in Innenräumen zu begrenzen.

All das gilt bis auf Weiteres und soll alle 14 Tage überprüft werden. Alle, die dies können, sind außerdem zum Arbeiten im Homeoffice aufgerufen, wie die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Magdalena Andersson betonte.

England: 44.000 Lehrer krank

In England fehlen mittlerweile 44.000 Lehrkräfte – also einer von zwölf Lehrern im britischen Landesteil. Bisher haben sich laut Bildungsministerium erst 500 Lehrkräfte aus dem Ruhestand gemeldet, um angesichts der Personalausfälle auszuhelfen.

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