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Außenpolitik

Trump droht mit Freilassung gefangener IS-Kämpfer an Europas Grenzen

20. September 2019 21:09 Uhr

WASHINGTON. US-Präsident Donald Trump hat Herkunftsländern ausländischer Kämpfer der Terrormiliz IS mit Konsequenzen gedroht, sollten sie ihre Syrien gefangen genommenen Staatsbürger nicht zurückzunehmen.

"Irgendwann werde ich sagen müssen, es tut mir leid, aber entweder nehmt Ihr sie zurück, oder wir werden sie an Euren Grenzen freilassen", sagte Trump am Freitag am Rande eines Treffens mit Australiens Premierminister Scott Morrison im Weißen Haus.

Der US-Präsident kritisierte, bisher verweigerten europäische Staaten die Rücknahme. Ausdrücklich erwähnte er Deutschland und Frankreich. Die in Syrien gefassten Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat werden von den kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) gefangen gehalten, die von den USA unterstützt werden.

"Wir haben Europa einen riesigen Gefallen getan", sagte Trump. Die Vereinigten Staaten würden nicht Abertausende Gefangene "für die nächsten 50 Jahre" im US-Gefangenenlager Guantanamo Bay oder an einem anderen Ort internieren und dafür Milliarden Dollar ausgeben. Trump hat europäische Staaten mehrfach und mit wachsender Dringlichkeit zur Rücknahme ihrer in Syrien gefassten Staatsbürger aufgefordert.

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