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Außenpolitik

Trotz Zickzackkurs: Krisenbonus für Trump

30. März 2020 00:04 Uhr

Trump
US-Präsident Donald Trump

WASHINGTON. US-Präsident verwirft binnen Stunden Quarantäne-Idee.

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo erwischte ein Tweet des Präsidenten genauso auf dem falschen Fuß wie seine Kollegen in New Jersey und Connecticut. Alle hatten mit Donald Trump gesprochen. Aber keinem sagte er, was er in den sozialen Medien kurz darauf zum Besten gab. "Ich überlege, entstehende ,Hotspots‘ unter Quarantäne zu stellen." Cuomo reagierte entsetzt. Eine Metropole mit fast neun Millionen Menschen unter Quarantäne zu stellen, werde nur für zusätzliches Chaos sorgen.

  • Video: In den USA breitet sich das Coronavirus weiter rasant aus. US-Präsident Donald Trump sieht vorerst noch davon ab, bestimmte Landesteile abzuriegeln.

Ein paar Stunden später rückte Trump von der Idee ab. Statt einer notfalls mit staatlicher Gewalt durchgesetzten Quarantäne werde es eine "starke" Reisewarnung geben. Kurz darauf ordnete die Gesundheitsbehörde CDC für die Bürger dreier Bundesstaaten an, von "nicht essenziellen Inlandsreisen ab sofort für 14 Tage abzusehen".

  • Video: ORF-Korrespondentin Hannelore Veit berichtet über die Entwicklungen in den USA.

Ob und wie das umgesetzt wird, überlässt Trump nun den Gouverneuren. Die führen einen verzweifelten Abwehrkampf gegen Covid-19. Mit 55.000 positiv getesteten Personen ist New York das Epizentrum der Corona-Krise, die sich auch in Ballungsgebieten wie Chicago, Los Angeles und New Orleans schnell ausweitet. Insgesamt haben die USA mit 123.000 Fällen bereits China und Italien überholt.

Seine Sprunghaftigkeit hat Trump bei den Amerikanern bisher aber nicht geschadet. Drei neue Umfragen zeigen, dass der Demokrat Joe Biden nur knapp vor ihm liegt. Tatsächlich zeigen sich in einer Erhebung der Washington Post 55 Prozent der Amerikaner zufrieden mit der Handhabung der Krise.

Analysten verweisen darauf, dass der "Trump Bump" genannte Krisenbonus jedoch deutlich kleiner ausfällt als der für Präsidenten in der Vergangenheit. So stellten sich etwa 90 Prozent der Amerikaner nach dem 11. September 2001 hinter George W. Bush. (spang)

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