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Terroristen planten Anschlag in West-Jerusalem

Von tsc   02.Januar 2011

Nach Angaben des israelischen Inlandsgeheimdienstes haben Terroristen einen Anschlag auf ein Fußballstadion in Jerusalem überlegt. Die beiden Hauptverdächtigen, ein Palästinenser und ein israelischer Araber, seien am Sonntag angeklagt worden, teilte der Geheimdienst Shin Bet mit. Die Staatsanwaltschaft werfe ihnen Mitgliedschaft und Unterstützung einer Terrororganisation vor.

Zudem werden sie des Waffenbesitzes und "Verschwörung zur Verübung eines Verbrechens" verdächtigt. Drei weitere Palästinenser wurden demnach angeklagt, weil sie den Hauptverdächtigen Schusswaffen verkauft haben sollen. Alle Angeklagten seien geständig gewesen.

Den Angaben zufolge waren die beiden Hauptangeklagten mehrere Jahre lang militante Kämpfer der islamistischen Hamas und der Muslimbrüder in Jerusalem. Sie wurden bereits im November festgenommen. Laut Shin Bet hatte das Duo "die Möglichkeit geprüft", während eines Fußballspiels eine Rakete auf das Teddy-Stadion zu feuern, das größte Stadion von West-Jerusalem. Die Männer hätten den "besten Angriffsort" finden wollen und hierfür bereits Erkundungen gemacht, ohne jedoch zur Tat zu schreiten, erklärte der Geheimdienst.

Unterdessen erklärte der israelische Ministerpräsident Netanyahu, er sei zu fortlaufenden Friedensgesprächen mit dem palästinensischen Präsidenten Abbas bereit. Netanyahu erklärte am Sonntag in einer Stellungnahme, er wolle mit Abbas verhandeln, "bis weißer Rauch aufsteigt". Zuvor hatte Abbas erklärt, ein Friedensabkommen sei innerhalb von zwei Monaten möglich, wenn Israel ernsthaft verhandle. Die Friedensgespräche liegen seit drei Monaten auf Eis. Die Palästinensern fordern von Israel einen Stopp des Siedlungsbaus, bevor sie an den Verhandlungstisch zurückkehren. Netanyahu hat das abgelehnt.

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16. Mai 2021