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Außenpolitik

Söder in der Gunst der Deutschen klar vor Laschet

17. April 2021 00:04 Uhr

Söder in der Gunst der Deutschen klar vor Laschet
Söder (li.) und Laschet

BERLIN. Umfrage: Wird Bayerns Ministerpräsident das Zugpferd, würden die Unionsparteien besser abschneiden.

Ginge es nach der deutschen Bevölkerung, dann wäre der unionsinterne Streit um die Kanzlerkandidatur zwischen CDU-Vorsitzendem Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder längst entschieden: Laut Politbarometer der "Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen" halten 63 Prozent aller Befragten Bayerns Ministerpräsidenten Söder für kanzlertauglich. Unter den Anhängern von CDU/CSU sprechen sich gar 84 Prozent für den 54-Jährigen aus.

Laschet wiederum kommt demnach insgesamt nur auf 43 Prozent Zustimmung, in den eigenen Reihen trauen ihm 43 Prozent der insgesamt 1292 Befragten die Kanzlerkandidatur zu.

Zu diesem Stimmungsbild passt, dass die Union bei der Bundestagswahl am 26. September mit einem Kanzlerkandidaten Laschet mit 27 Prozent der Stimmen rechnen dürfte, mit Söder wären es demnach bis zu 38 Prozent. Das geht aus einer aktuellen INSA-Umfrage für die "Bild"-Zeitung hervor.

Nachdem mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Reiner Haseloff am Donnerstag der erste CDU-Landesvater von Laschet abgerückt ist, drängen immer mehr CDU-Spitzenpolitiker den Bayern zur Aufgabe: Söder habe gesagt, dass er ohne Groll die Kandidatur des CDU-Vorsitzenden unterstützen wolle, sollte dieser die Rückendeckung der CDU-Gremien erhalten, sagte Daniel Günther, CDU-Ministerpräsident in Schleswig-Holstein, dem "Spiegel". Dies sei am Montag geschehen. "Ich habe keinen Zweifel daran, dass das Wort eines CSU-Chefs und bayerischen Ministerpräsidenten gilt. Langsam wird es aber Zeit, diese klare Zusage auch einzulösen", fügte Günther hinzu.

Am Freitag sprang auch CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn für Laschet in die Bresche: Dieser sei als CDU-Chef "der natürliche Kanzlerkandidat der Union", sagte er. "Wir haben ihn im Jänner zu unserem Vorsitzenden gewählt und jeder, der ihn gewählt hat, wusste, dass er damit auch den Kanzlerkandidaten der CDU nominiert", so Spahn. "Insofern wundere ich mich, dass jetzt einige sagen, man müsste horchen, was die CDU will."

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