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Außenpolitik

Keine Quarantäne nach dem Urlaub: Österreich ändert ab 19. Mai die Regeln

Von OÖN   28. April 2021 13:22 Uhr

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Wegfallen würde damit aus jetziger Sicht die derzeit geltende Quarantänepflicht für Rückkehrer aus den Urlaubsländer Italien, Spanien oder Griechenland.

WIEN. Mit 19. Mai soll in Österreich auch das Reisen deutlich erleichtert werden. Bei der Quarantänepflicht will man sich an der europäischen Corona-Ampel orientieren. Die OÖN erklären, wie die Ampel funktioniert.

Noch sind die geplanten Änderungen der Einreiseverordnung sehr schwammig formuliert. „Es ist noch nichts genauer definiert“, heißt es dazu aus dem Gesundheitsministerium. Aber die Grundzüge wurden festgelegt und stehen bereits auf der Homepage des Ministeriums.

Die Quarantänepflicht soll demnach für zurückkehrende Österreicher, aber auch für Touristen aus den meisten EU-Ländern fallen. Dabei will man sich an der europäischen Corona-Ampel orientieren. Abhängig von der 14-Tage-Inzidenz bzw. der Zahl der positiv getesteten Fälle pro 100.000 Einwohner wird die Europäische Union von der EU-Gesundheitsbehörde (ECDC) eingefärbt.

  • Grün oder orange: Für Länder, die auf der ECDC-Karte grün oder orange eingefärbt sind, sind keine Auflagen geplant. Dies sind derzeit nur Finnland, Island, Portugal und Malta.
  • Rot: Wer aus einem roten EU-Land einreisen will, muss entweder getestet, genesen oder geimpft sein. Dies bedeutet, dass für Österreichs Lieblingsurlaubsländer wie Italien, Spanien und Griechenland keine Quarantänepflicht mehr gilt. Man könnte in diese Länder reisen, ohne sich nach dem Urlaub isolieren zu müssen. Auch die Deutschen könnten wieder relativ problemlos Urlaub in Österreich machen.
  • Dunkelrot: Unverändert bleiben die seit Mitte Dezember geltenden Regeln für Personen, die aus dunkelroten Hochrisikoländern der EU nach Österreich kommen. Sie müssen weiterhin zehn Tage in Quarantäne und können sich nach fünf Tagen freitesten. Beliebte Urlaubsländer wie Frankreich und Kroatien bleiben weiter auf der dunkelroten Liste. Hier gilt unabhängig von Impf- oder Teststatus nach der Einreise eine Quarantänepflicht von zehn Tagen. Betroffen sind davon auch Schweden, die Niederlande, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Polen, Bulgarien, Zypern, Estland und Litauen. In Rumänien ist die Region rund um Bukarest betroffen. Wie sehr bei der Farbskala zwischen den Regionen unterschieden werden soll, ist noch offen. Die bereits existierenden Ausnahmen für Pendler bleiben bestehen.

Urlaub wird wieder möglich

Die Urlaubssaison ist zum Greifen nah. Österreich verzichtet mit den Öffnungsschritten am 19. Mai auch auf die Quarantänepflicht für Einreisende und Rückkehrer.

Keine Wechselseitigkeit

Österreichs Änderungen haben freilich keinen Einfluss auf die Einreisebestimmungen der anderen EU-Länder. „Es gibt hier keine Reziprozität“, sagte eine Sprecherin des Außenamts zu den OÖN. Derzeit empfängt Griechenland EU-Bürger mit offenen Armen. Wer aus der EU einreist, muss nicht länger in Quarantäne. Mitzubringen sind eine Registrierung, ein Dokument mit QR-Code und ein negativer PCR-Test.

Strenge Italiener

Die Italiener sind strenger: Die Einreise aus einem EU-Land ist erlaubt. Verpflichtend sind eine Online-Registrierung, die Vorlage eines Corona-Tests sowie eine fünftägige Quarantäne, an deren Ende ein weiterer Test steht. Hinzu kommt, dass man sich zuvor auf der Homepage des Außenamts über das Infektionsgeschehen in den Regionen informieren sollte. Sardinien ist rot gefärbt, dort ist die Einreise nur unter Auflagen erlaubt, Lokale sind geschlossen. In Norditalien sind Gaststätten bis 22 Uhr geöffnet. (gana)

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