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Außenpolitik

Nawalny muss in ein Lager und Strafe zahlen

22. Februar 2021 00:04 Uhr

Kreml-Kritiker Alexej Nawalny

MOSKAU. Gleich zweimal an einem Tag hat der bekannteste Kremlgegner Alexej Nawalny vor der russischen Justiz Niederlagen einstecken müssen.

In einem Berufungsverfahren bestätigt ein Moskauer Richter am Samstag die bereits Anfang Februar gegen den Oppositionspolitiker verhängte umstrittene Straflagerhaft. Wenige Stunden später wurde Nawalny dann im selben Gerichtsgebäude zu einer hohen Geldstrafe von 850.000 Rubel (umgerechnet 9400 Euro) verurteilt, weil er einen Weltkriegs-Veteranen beleidigt haben soll.

Begleitet von landesweiten Protestaktionen war der 44-Jährige vor mehr als zwei Wochen zu dreieinhalb Jahren Straflager verurteilt worden. Er soll in einem früheren Strafverfahren gegen Bewährungsauflagen verstoßen haben, während er sich in Deutschland von einem Giftanschlag erholte. Ihm werden aber ein mehrmonatiger Hausarrest und frühere Haftzeiten angerechnet. Demnach könnte er laut seinen Anwälten nach zwei Jahren, sechs Monaten und zwei Wochen freikommen – Ende Juli oder Anfang August 2023.

Vorwurf "absurd"

Einmal mehr bezeichnete der Oppositionelle vor Gericht den Vorwurf, er habe sich vor der Justiz verstecken wollen, als "absurd". Er sei schließlich freiwillig nach Russland zurückgekehrt. "Die ganze Welt wusste, wo ich mich aufhalte."

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