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NATO baut Hauptquartier für Ukraine-Einsatz in Deutschland auf

Von nachrichten.at/apa, 14. Juni 2024, 14:08 Uhr
Nato 
Wiesbaden soll als Standort vorgesehen sein. Bild: REUTERS/Thierry Roge

BRÜSSEL/WIESBADEN. Das Hauptquartier für den geplanten NATO-Einsatz zur Koordinierung von Waffenlieferungen und Ausbildungsaktivitäten für die ukrainischen Streitkräfte wird in Deutschland angesiedelt.

Wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Bündniskreisen erfuhr, ist Wiesbaden als Standort vorgesehen. Dort ist auch die Basis der US-Streitkräfte in Europa, die bisher die Koordinierungsaufgaben wahrnehmen. Geleitet werden soll der Einsatz von einem Drei-Sterne-General, der direkt an den Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa berichtet. Der Operationsplan für den neuen NATO-Einsatz war am Donnerstag vom Nordatlantikrat im schriftlichen Verfahren beschlossen worden. Er wurde dann am Freitag von den Verteidigungsministern bestätigt.

Vorkehrung für mögliche Präsidentschaft Trumps

Die Unterstützungsaufgaben werden bisher federführend von den Vereinigten Staaten wahrgenommen. Diese hatten dafür Ende 2022 im Europa-Hauptquartier der US-Streitkräfte im hessischen Wiesbaden eine rund 300 Soldaten starke Einheit mit dem Namen Security Assistance Group-Ukraine (SAG-U) aufgebaut.

Das NATO-Projekt gilt auch als Vorkehrung für den Fall einer möglichen Rückkehr von Donald Trump ins US-Präsidentenamt ab Jänner 2025. Äußerungen des Republikaners hatten in der Vergangenheit Zweifel daran geweckt, ob die USA die Ukraine unter seiner Führung weiter so wie bisher im Abwehrkrieg gegen Russland unterstützen werden. Im Bündnis wird befürchtet, dass von einem politischen Kurswechsel in Washington auch die Koordinierung von Waffenlieferungen und Ausbildungsaktivitäten für die ukrainischen Streitkräfte betroffen sein könnte.

Ungarn wird sich nicht beteiligen

Nicht beteiligen wird sich an dem neuen NATO-Projekt Ungarn. Die dortige Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban befürchtet, dass das Bündnis durch das Projekt in eine direkte Konfrontation mit Russland getrieben werden könnte. Deswegen waren vor zwei Jahren auch noch zahlreiche andere NATO-Staaten sehr zurückhaltend gewesen. Sie verhinderten eine stärkere NATO-Unterstützung. Im Laufe der Zeit hat sich die Einschätzung aber verhindert und die meisten NATO-Staaten stufen das Risiko als kalkulierbar ein.

Um dafür zu sorgen, dass Ungarn nicht den notwendigen Konsens für das Projekt verhindert, wurde dem Land zugesichert, dass es sich weder finanziell noch personell beteiligen muss.

Das neue Projekt wird derzeit bündnisintern als "NATO Security Assistance and Training for Ukraine" (NSATU) bezeichnet. Die meisten NATO-Staaten hatten sich zuvor eigentlich für den Namen "NATO Mission Ukraine" ausgesprochen. Die Bundesregierung vertrat allerdings den Standpunkt, dass dieser irrtümlich so verstanden werden könnte, dass das Bündnis Soldatinnen und Soldaten in die Ukraine schicken wolle. Sie befürchte deswegen, dass der Name von Russland für Propaganda gegen die Allianz genutzt werden könnte.

Auf Grundlage des vereinbarten Operationsplans können nun die weiteren Vorbereitungen für das Projekt erfolgen. Offiziell gestartet werden soll es im Idealfall im Juli, wenn die 32 Staats- und Regierungschefs der NATO-Staaten in Washington zu einem Gipfeltreffen zusammenkommen.

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24  Kommentare
24  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
soistes (1.003 Kommentare)
am 14.06.2024 19:41

Lassen sich die Deutschen wieder für die Interessen Amerikas einspannen .
Blind mindestens auf einem Auge.

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Linz2013 (3.686 Kommentare)
am 14.06.2024 16:23

Das ist ein guter Schritt. Die NATO emanzipiert sich damit einen Schritt von den USA.

In Mitteleuropa sind wir sehr verwöhnt.

Die Osteuropäer und die Skandinavier sehen das viel realistischer. Wer hätte vor 3 Jahren gedacht, dass Finnland und Schweden über Nacht der Nato beitreten würden? Wer hätte gedacht, dass baltische Staaten nach NATO-Truppen flehen, weil sie Angst haben, von Russland überrannt zu werden?

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Philantrop (502 Kommentare)
am 15.06.2024 11:32

VIELLEICHT hat man die einflussreichsten Entscheidungsträger nächstens mit Koffern voller Geld besucht, die aber besser versteckt wurden als die Geldsäcke der korrupten griechischen EU-Parlaments-Vizepräsidentin Eva Kaili
:)

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kulesfak (2.817 Kommentare)
am 15.06.2024 13:31

VIELLEICHT
VIELLEICHT AUCH NICHT
Fragen über Fragen....

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ECHOLOT (8.918 Kommentare)
am 14.06.2024 15:30

Deutschland lässt sich immer mehr in einen krieg hineinziehen, der nicht ihrer ist! Deshalb ist die österreichische Neutralität wichtiger denn je!

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Paul44 (1.074 Kommentare)
am 14.06.2024 15:45

Niemand zieht hier jemanden hinein. Putin ist alleine für den Krieg verantwortlich.

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ECHOLOT (8.918 Kommentare)
am 14.06.2024 18:53

Zum streiten und für Krieg braucht's immer 2!

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Linz2013 (3.686 Kommentare)
am 14.06.2024 21:20

Wie bei einem Raubüberfall: einen Räuber und ein Opfer?

Auf welcher Seite stehen Sie?

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hbert (2.340 Kommentare)
am 15.06.2024 21:51

@Paul44
Das wird schon so sein, dass Putin der Kriegstreiber ist, aber ob wir als neutraler Staat über die EU da mit hineingezogen werden, ist schon ein anderes Thema!
Was die NATO macht, ist eine Sache, auch wenn die Ukraine noch kein NATO-Mitglied ist, ebenfalls was Deutschland macht - die ja noch immer von den US abhängig sind, defacto noch immer besetzt! - aber auch die EU lässt sich hier gewaltig einspannen!
Putin träumt von einer Wiedergeburt des alten Groß-Russlands, hat immer gefordert, die Nato nicht nach Osten zu erweitern, und was macht der Westen: er reizt ihn immer mehr und treibt ihn in die Enge - ev. bis zum Atom-Schlag.

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Hanspeter (326 Kommentare)
am 14.06.2024 15:15

Es wird nicht mehr lange dauern, dann gibt es Krieg: NATO vs. RUS.

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Paul44 (1.074 Kommentare)
am 14.06.2024 15:42

Völkerrechtlich darf jedes Land der Welt der Ukraine helfen.

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soistes (1.003 Kommentare)
am 14.06.2024 19:42

Muss aber nicht. Keinen Cent mehr für die korrupte UKR.

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Zeitungstudierer (5.937 Kommentare)
am 14.06.2024 14:34

Die NATO legt es anscheinend wirklich auf eine Krieg gegen Russland an.
Mit kleinen Schritten kommen wir diesem Szenario immer näher.
Man merkt, das Deutschland noch immer von den USA besetztes Gebiet ist.
Unter der Frau Merkel hätte es das nicht gegeben!

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rudolfa.j. (3.749 Kommentare)
am 14.06.2024 14:41

Der Scholz ist eni Versager

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LASimon (12.481 Kommentare)
am 14.06.2024 15:10

(1) Frau Merkel (und Herr Steinmeier) haben mit ihrer Appeasement-Politik Putin zur Invasion in der Ukraine unwillentlich bestärkt.
(2) Worin erkennen Sie die Besatzung Deutschlands durch die USA? Erstens ist dies eine NATO-Aktivität, zweitens unterhält die USA auch anderswo Stützpunkte.

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Zeitungstudierer (5.937 Kommentare)
am 14.06.2024 15:23

Hauptsächlich überall dort wo sie Krieg ( Irak, z.B.) geführt haben.

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Paul44 (1.074 Kommentare)
am 14.06.2024 15:43

Sie verdrehen hier die Tatsachen.

Russland ist der Aggressor und die Ukraine verteidigt sich. Völkerrechtlich darf jedes Land der Welt die Ukraine unterstützen. Der Westen geht sehr zaghaft vor, da der Westen keine Eskalation wünscht.

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Gabriel_ (3.738 Kommentare)
am 15.06.2024 15:37

Ganz so easy ist das nicht. Es stimmt, Russland hat den illegalen Angriffskrieg gestartet, jedoch gibts auch eine 8jährige Vorgeschichte in der Obstukraine...

Wenn Russland WOLLEN würde, wäre die Ukraine bereits Geschichte...

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Wolfgang-Ra (332 Kommentare)
am 14.06.2024 16:18

@Zeitungstudierer
Eigentlich braucht man nur "Zeitungstudierer" lesen, weis man im Grunde schon in welche Richtung der Kommentar gehen wird.

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soistes (1.003 Kommentare)
am 14.06.2024 19:42

Schon gar nicht unter Schröder!

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rudolfa.j. (3.749 Kommentare)
am 14.06.2024 14:28

Deutschland wird wieder Kruegsbereit(1939)

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LASimon (12.481 Kommentare)
am 14.06.2024 15:12

Selbstverständlich müssen sich die europäischen Staaten angesichts der unverhohlenen Aggressivität Putistans jetzt kriegsbereit machen - ganz nach dem Motto: Si vis pacem para bellum.
Das hat absolut nichts mit 1939 zu tun, denn da war das Deutsche Reich der Aggressor.

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LASimon (12.481 Kommentare)
am 14.06.2024 15:12

... und hat fürchterliche Massaker in der Ukraine verübt.

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Paul44 (1.074 Kommentare)
am 14.06.2024 15:44

Es täte auch Ö gut, endlich die Verteidigungsfähigkeit angesichts der geänderten Situation anzupassen.

SkyShield ist da zumindest ein erster Schritt.

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