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Außenpolitik

Mecklenburg-Vorpommern: SPD gewinnt Landtagswahl souverän

27. September 2021 00:04 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern: SPD gewinnt Landtagswahl souverän
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Stimmabgabe

SCHWERIN. Manuela Schwesig erreichte bei ihrer ersten Wahl als Ministerpräsidentin 38 Prozent – Koalition mit der CDU wird wohl fortgesetzt.

Es war das eindeutigste Ergebnis des gestrigen Super-Wahltages in Deutschland: Im nordostdeutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern hat Manuela Schwesig (SPD) ihre erste Wahl als Ministerpräsidentin souverän gewonnen. Die frühere Bundesfamilienministerin, die seit 2017 Regierungschefin in Schwerin ist, erreichte laut Hochrechnungen 38,3 Prozent – und damit ein Plus von 7,7 Prozentpunkten.

Schwesig sprach in einer ersten Reaktion von einem "wunderbaren Abend für unser Land" und von einem "sehr berührenden Ergebnis für mich selbst". Damit spielte die 47-Jährige auch auf ihre erst vor wenigen Monaten überstandene Krebserkrankung an.

Abgestraft von den 1,3 Millionen Wahlberechtigten wurden hingegen die rechte AfD (18 Prozent) und auch die CDU. Die Konservativen stürzten um knapp fünf Prozentpunkte auf nur noch 14,3 Prozent ab. Das ist das schlechteste Ergebnis seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990. CDU-Spitzenkandidat Michael Sack sprach von einem "katastrophalen Abend".

Rot-schwarze Fortsetzung

Dennoch könnte die bisherige rot-schwarze Koalition im Schweriner Landtag fortgesetzt werden. Schwesigs SPD und Sacks CDU verfügen im neuen Landesparlament über 40 von insgesamt 71 Mandaten. Möglich wäre auch eine Koalition aus SPD und Linkspartei oder ein Bündnis aus drei Parteien. Denn Grüne und auch die FDP schafften nach einer längeren Pause wieder den Sprung in den Landtag.

Ministerpräsidentin Schwesig ließ ihre Koalitionspräferenz am Wahlabend noch offen – und sie verwies auf die Parteigremien, die bereits heute tagen werden. "Dabei werden wir schauen, mit wem wir Gespräche führen werden."

Die Regierungschefin, die gestern versprach, dass sie die volle Legislaturperiode in Mecklenburg-Vorpommern bleiben werde, formulierte in mehreren Fernsehinterviews aber drei Punkte für eine Koalitionsbildung. "Erstens strebe ich eine stabile Mehrheit an, zweitens will ich möglichst viele SPD-Themen voranbringen und drittens will ich einen verlässlichen Partner."

Seit 2017 in Schwerin am Ruder

Manuela Schwesig hat die Staatskanzlei 2017 in der laufenden Legislaturperiode von ihrem Vorgänger und Förderer Erwin Sellering übernommen. Der populäre Landesvater musste damals wegen einer Krebserkrankung längere Zeit pausieren. Die aktuelle Wahlkampagne der Nordost-SPD war ganz auf Schwesig zugeschnitten. Auf den Wahlplakaten wurde die Ministerpräsidentin als "Frau für MV" bezeichnet, ein SPD-Parteilogo war darauf nicht zu finden. Herausgegeben wurde außerdem auch ein eigenes Magazin mit dem Namen "Manu". (schuh)

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