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Außenpolitik

Italien will ab 4. Mai "wiedereröffnen"

22. April 2020 01:14 Uhr

Italien will ab 4. Mai "wiedereröffnen"

ROM. Weil die Zahl der Corona-Erkrankten in Italien erstmals zurückgeht, kündigte Regierungschef Giuseppe Conte ein "nationales Wiedereröffnungsprogramm" an, das am 4. Mai beginnen soll. Allerdings nur schrittweise.

Die Lockerung der Vorsichtsmaßnahmen müsse aufgrund eines strukturierten Plans erfolgen, der unter anderem die Öffnungszeiten von Büros und Geschäften sowie das öffentliche Transportwesen berücksichtige, betonte Conte. "Wir werden gemäß einem gesamtstaatlichen Programm handeln, das jedoch die regionalen Eigenschaften berücksichtigt", sagte Conte und fügte hinzu: Unterschiedliches Handeln in den 20 italienischen Regionen werde er nicht zulassen.

So prüfe man, die Arbeitszeiten zu verlängern und eventuell auf sieben Tage pro Woche zu verteilen. In Zügen und öffentlichen Verkehrsmitteln soll nur jeder zweite Platz besetzt werden. Kinder werden in "Phase 2" voraussichtlich auch im Freien Atemschutz und Handschuhe tragen müssen. "Wir müssen die Kinder daran gewöhnen", sagte Familienministerin Elena Bonetti. Die seit dem 5. März geschlossenen Schulen, Kindergärten und Universitäten werden allerdings erst im September wieder geöffnet.

EU sucht 1,5 Billionen für den Wiederaufbau

Vor dem Video-Gipfel der europäischen Regierungschefs am Donnerstag wächst die Nervosität. Denn für die Corona-Wiederaufbauhilfen sind immense Summen in Höhe von einer Billion bis 1,5 Billionen Euro im Gespräch. Wie die Finanzierung aussieht, ist jedoch nach wie vor strittig.

Während Italiens Regierungschef Conte weiterhin europäische Solidarität und gemeinsame Anleihen als Antwort auf „den größten Schock seit dem letzten Krieg“ fordert, schlagen seine Kollegen sanftere Töne an. Spanien ließ mit einem neuen Vorschlag aufhorchen: So soll ein Sonderfonds der EU eingerichtet werden, der durch „dauerhafte EU-Schulden“ finanziert wird. Wie Kanzler Kurz hat auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel einmal mehr klargemacht, dass sie gemeinsame Bonds ablehnt. Merkel will stattdessen das EU-Budget deutlich erhöhen. Eine Einigung ist also nicht zu erwarten. Der Gipfel soll lediglich mit einem mündlichen Statement von Ratspräsident Charles Michel enden.

 

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