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Außenpolitik

"Iran hat es getan!" Trump schickt weitere Soldaten

Von OÖN   19. Juni 2019 00:04 Uhr

"Iran hat es getan!" Trump schickt weitere Soldaten
Dieses Bild soll laut Angaben der US-Regierung beweisen, dass der Iran vergangene Woche die Angriffe auf die beiden Tanker verübt hat.

WASHINGTON / TEHERAN. Der Konflikt spitzt sich zu: Russland und China warnen davor, einen Krieg zu provozieren.

US-Präsident Donald Trump ist sich sicher: "Iran hat es getan", sagt er. Die USA veröffentlichten neue Fotos, die die Verantwortung des Iran für die Angriffe auf die Tanker aus Japan und Norwegen am vergangenen Donnerstag belegen sollen. Zudem wurden 1000 weitere US-Soldaten in die Golfregion entsandt.

Dem amtierenden US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan zufolge werden die Soldaten zu "Verteidigungszwecken" in die Region entsandt, sie sollten auf die wachsenden Gefahren reagieren, die amerikanische Bedienstete und amerikanische Interessen in der Region bedrohen. Bereits Ende Mai hatten die USA ihre Truppen im Nahen Osten wegen der "anhaltenden Bedrohung" durch iranische Kräfte um 1500 Soldaten verstärkt. Zuvor hatte das US-Militär unter anderem einen Flugzeugträgerverband und eine Bomberstaffel in die Region verlegt – was Sorgen vor einem militärischen Konflikt aufkommen ließ. Die Trump-Regierung geht fest davon aus, dass der Iran zum Beispiel für die Attacke auf zwei Tanker in der vergangenen Woche verantwortlich ist. Präsident Donald Trump sagte: "Iran hat es getan – und wir wissen das, weil wir das Boot gesehen haben." Allerdings gibt es an dieser Einschätzung viele Zweifel, auch bei den europäischen Verbündeten. Das Pentagon legte darum noch einmal nach und veröffentlichte elf Fotos, die zeigen sollen, wie iranische Soldaten eine Mine von einem der Tanker entfernten, die nicht explodiert war. Die Fotos sollen von einem US-Marine-Hubschrauber aufgenommen worden sein.

Russland verfolgt die US-Truppenverlegung mit Unbehagen und warnte die USA vor Schritten, die "die Spannungen in der bereits instabilen Region erhöhen können". Der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow warf den USA vor, einen Krieg provozieren zu wollen. Die Verstärkung der Truppen "kann nicht anders gesehen werden denn als gezielter Schritt, um einen Krieg zu provozieren", sagte Rjabkow.

Der chinesische Außenminister Wang Yi mahnte die USA, nicht die "Büchse der Pandora" zu öffnen. "Vor allem die Vereinigten Staaten sollten ihre Praxis des extremen Drucks ändern", sagte er.

Irans Geheimdienst verkündete unterdessen die Aufdeckung eines neuen Spionagenetzwerks des US-Geheimdienstes CIA. In Kooperation mit "ausländischen Verbündeten" seien mehrere Spione festgenommen worden, meldete die Nachrichtenagentur IRNA.

Donald Trump will eine zweite Amtszeit

Heute Nacht wurde es amtlich: Donald Trump hat in der Amway-Arena in Orlando/Florida vor 20.000 Anhängern offiziell seine Kandidatur für eine zweite Amtszeit im Weißen Haus bekannt gegeben. Florida gehört zu den Bundesstaaten mit einer Schlüsselrolle für den Ausgang der Präsidentenwahl im November 2020.

Nach dem jetzigen Stand ist Trumps Kandidatur damit nur noch Formsache. An der erneuten Nominierung Trumps durch die Republikaner gibt es keinen Zweifel, auch wenn er in dem Ex-Gouverneur Bill Weld interne Konkurrenz hat. Die Vorwahlen zur Bestimmung der Kandidaten beginnen im Februar.

Laut jüngsten Umfragen sind nur 40 Prozent der Amerikaner mit der Amtsführung von Donald Trump zufrieden. Gleichwohl geben dem 73-Jährigen aktuell 54 Prozent solide Chancen auf eine Wiederwahl.
41 Prozent glauben dagegen an seine Niederlage.

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