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Außenpolitik

Iran: Anreicherungs-Stopp bei US-Sanktionsende

20. April 2021 21:44 Uhr

Urananreicherungsanlage Natanz
Urananreicherungsanlage Natanz

TEHERAN/WIEN. Der Iran hat nach eigenen Angaben deshalb begonnen, Uran auf 60 Prozent anzureichern, um seine technische Kapazität nach einem Sabotageangriff auf eine Atomanlage zu demonstrieren.

Der Schritt sei schnell umkehrbar, wenn die USA die Sanktionen aufheben, erklärte die Regierung. Die Gespräche in Wien, die darauf abzielen, die USA und den Iran wieder vollständig mit dem Atomabkommen von 2015 in Einklang zu bringen, wurden durch eine Explosion in Irans wichtigster Urananreicherungsanlage Natanz weiter erschwert.

Der Iran hatte daraufhin erklärt, dass er spaltbares Uran-235 auf 60 Prozent anreichere. Das bedeutet einen großen Schritt in Richtung Waffenqualität (90 Prozent) gegenüber den zuvor erreichten 20 Prozent. Das Wiener Atomabkommen von 2015 zwischen dem Iran und den Weltmächten hatte den Grad der Anreicherung auf 3,67 Prozent begrenzt, was nur für die Erzeugung ziviler Kernenergie ausreicht.

Ungeachtet der neuen Probleme hätten der Iran und die Weltmächte einige Fortschritte bei der Wiederbelebung des Atomabkommens erzielt, sagten iranische Beamte. Ein Interimsabkommen könnte ein Weg sein, um Zeit für eine dauerhafte Lösung zu gewinnen.

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