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Indiens Regierungschef Modi kommt nach Österreich

Von nachrichten.at/apa, 04. Juli 2024, 16:15 Uhr
Narendra Modi
Narendra Modi arbeitet am Ausbau der bilateralen Beziehungen.  Bild: (APA/AFP/LUDOVIC MARIN)

WIEN. Der indische Ministerpräsident Narendra Modi besucht kommende Woche Österreich.

Wie das Bundeskanzleramt am Donnerstag mitteilte, wird Modi am Dienstag und Mittwoch in Wien erwartet. Er wird aus Moskau anreisen, wo er Gespräche mit Präsident Wladimir Putin plant. In Wien wird Modi Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) und Bundespräsident Alexander Van der Bellen treffen. Es ist der erste bilaterale Besuch eines indischen Regierungschefs seit 41 Jahren.

Wirtschaft und Technologie als Schwerpunkte

Modi trifft am Dienstag in Wien ein, teilte das Bundeskanzleramt mit. Eine Pressekonferenz mit Nehammer findet am Mittwoch um 11.15 Uhr im Kanzleramt statt. Um 14.00 Uhr wird der indische Regierungschef von Van der Bellen empfangen. Schwerpunkt der Gespräche sei "die Intensivierung der bilateralen Beziehungen, insbesondere in den Bereichen Wirtschaft und Technologie", wie es hieß. Österreich und Indien feiern heuer das 75-jährige Bestehen ihrer diplomatischen Beziehungen.

Vonseiten Österreichs hatte zuletzt im Februar Wirtschaftsminister Martin Kocher (ÖVP) Indien besucht. Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) hatte seinerseits im Mai des Vorjahres mit seinem indischen Amtskollegen Subrahmanyam Jaishankar ein bilaterales Migrations- und Mobilitätsabkommen unterzeichnet. Die Vereinbarung soll laut Außenministerium einerseits illegale Migration aus Indien nach Europa bekämpfen, andererseits die Anwerbung hoch qualifizierter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Indien durch Österreich erleichtern.

Von Moskau nach Wien

Der Hindu-Nationalist Modi, der seit zehn Jahren Regierungschef seines Landes ist, will das bevölkerungsreichste Land der Welt international als politisches und wirtschaftliches Schwergewicht etablieren. Beim Ukraine-Krieg wie auch den wirtschaftlichen Konflikten des Westens mit Russland und China nimmt Indien in der Regel eine Position der Äquidistanz ein. Dafür bekommt das Land etwa russisches Erdöl zu einem günstigen Preis geliefert.

Direkt vor seinem Eintreffen in Wien ist Modi in Moskau zu Gast. Bei den Besuchen in Russland und Österreich handelt es sich um seine erste Auslandsreise seit Beginn seiner dritten Amtszeit vor einem Monat. Es ist zudem seine erste offizielle Visite in Österreich überhaupt und der erste Russland-Besuch seit fünf Jahren. Das Bundeskanzleramt wertet den Besuch als Anerkennung für die "aktive Rolle" Österreichs in der Ukraine-Politik. Nehammer drängt darauf, die BRICS-Staaten für eine Friedenslösung ins Boot zu holen. Der Staatengruppe gehören außer Indien unter anderem Brasilien, China und Südafrika an.

Einer der wichtigsten Handelspartner

Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs Modis ist der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen. Mit einem bilateralen Handelsvolumen von rund 2,7 Milliarden Euro im Jahr 2023 zählt Indien zu den wichtigsten Handelspartnern Österreichs außerhalb der EU, teilte das Bundeskanzleramt mit. Österreichische Exporte nach Indien steigen kontinuierlich. Gemäß Angaben der Österreichischen Nationalbank (OeNB) beliefen sich die österreichischen Direktinvestitionen in Indien Ende 2023 auf 733 Millionen Euro, während indische Direktinvestitionen in Österreich 1,6 Milliarden Euro erreichten. Der indische Regierungschef wird von einer Wirtschaftsdelegation nach Wien begleitet, ein bilaterales Wirtschaftsforum ist geplant.

Modi musste zuletzt bei der Parlamentswahl in Indien einen innenpolitischen Dämpfer hinnehmen: Er hatte mit seiner hindu-nationalistischen Bharatiya Janata Party (BJP) die absolute Mehrheit verloren. Die BJP bleibt stärkste Kraft, Modi ist aber in seiner dritten, auf fünf Jahre angesetzten Amtszeit auf Koalitionspartner angewiesen.

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1  Kommentar
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c0w (558 Kommentare)
am 04.07.2024 16:35

"Anwerbung hoch qualifizierter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer" bitte hochqualifizierte Ärzte da man keinen Hausarzt mehr bekommt obwohl man sein Leben lang ins Gesundheitssystem gezahlt hat, im Kontrast zu Leuten die es in Anspruch nehmen bei denen das nicht der Fall ist. Vielen Dank

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