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Außenpolitik

Impfung stoppt Übertragung des Virus zu 89,4 Prozent

22. Februar 2021 00:04 Uhr

Impfung stoppt Übertragung des Virus zu 89,4 Prozent
Neue Studienergebnisse geben Hoffnung, dass die Impfungen gut gegen das Coronavirus wirken.

JERUSALEM. Der Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer verhindert laut einer in Israel durchgeführten großen Beobachtungsstudie zu 89,4 Prozent effizient die Virusübertragung.

Zudem hat das Vakzin nach zwei Impfdosen eine Wirksamkeit von fast 96 Prozent. Wie das israelische Gesundheitsministerium mitteilte, wurden bei Geimpften zwei Wochen nach der zweiten Impfdosis 95,8 Prozent weniger Infektionen festgestellt als bei nicht geimpften Menschen. Eine Woche nach der zweiten Dosis lag die Wirksamkeit demnach bei 91,9 Prozent.

Laut der Studie schützt der Impfstoff zwei Wochen nach der zweiten Dosis zudem zu 99,2 Prozent vor einer schweren Erkrankung und zu 98,9 Prozent vor einem tödlichen Verlauf.

Israels Impfkampagne gilt als erfolgreichste der Welt. In dem Land mit rund neun Millionen Einwohnern haben laut Gesundheitsministerium schon 4,25 Millionen Menschen mindestens eine Corona-Impfdosis erhalten. 2,88 Millionen Menschen bekamen bereits beide für eine vollständige Immunisierung notwendigen Impfdosen.

Positive Nachrichten gibt es auch beim Impfstoff AstraZeneca. Mindestens zwölf Wochen Abstand zwischen erster und zweiter Dosis haben den Entwicklern zufolge positive Auswirkungen auf die Wirksamkeit. "Die Strategie, zunächst mehr Menschen mit einer Dosis zu impfen, kann womöglich zu größerer Immunität der Bevölkerung führen, als nur die Hälfte der Menschen mit zwei Dosen zu impfen", schrieb Chefentwickler Andrew Pollard, im Fachjournal "The Lancet".

Diese Strategie dränge sich auf, da die Verfügbarkeit der Impfstoffe begrenzt sei, sagte der Experte der Universität Oxford. Die Ergebnisse jüngster klinischer Studien mit mehr als 17.000 Probanden in Großbritannien, Südafrika und Brasilien untermauern die Strategie der britischen Regierung, ein größeres Intervall zwischen erster und zweiter Dosis einzuplanen – zumindest für das AstraZeneca-Vakzin.

Bei einem Abstand von mindestens zwölf Wochen zwischen erster und zweiter Dosis wies der Impfstoff eine Wirksamkeit von 81 Prozent auf. Wenn zwischen beiden Dosen nur bis zu sechs Wochen lagen, dann erreichte diese lediglich 55 Prozent.

Grüner Pass in Israel

Unterdessen hat Israel am Sonntag Erleichterungen für Bürger eingeführt, die gegen das Coronavirus geimpft oder nach einer Erkrankung genesen sind. Mit einem Grünen Pass dürfen sie unter anderem Fitnessstudios, Hotels, Theater oder Sportereignisse besuchen. Gesundheitsminister Yuli Edelstein schrieb auf Twitter, mehr als 3,2 Millionen Israelis könnten ab sofort diese Vorteile genießen. Ziel der Lockerungen für die beiden Gruppen ist es auch, die Wirtschaft im Land wieder anzukurbeln.

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