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Außenpolitik

Franziskus sprach mit Orban über Kirche, Umwelt und Familie

13. September 2021 00:04 Uhr

Franziskus sprach mit Orban über Kirche, Umwelt und Familie
Premier Viktor Orban begrüßte Papst Franziskus im Museum der Schönen Künste in Budapest.

BUDAPEST. Papst-Besuch in Ungarn: Das Thema Migration wurde ausgespart.

Vor Kurzem hatte Papst Franziskus in einem Radiointerview gesagt, er wisse nicht, ob es bei seinem nur wenige Stunden dauernden Besuch in Ungarn zu einem Treffen mit Premier Viktor Orban kommen werde. Gestern fand dieses in Budapest dann doch statt.

Der Termin war von Experten mit Spannung erwartet worden, weil der Papst und der rechts-konservative Regierungschef gerade beim Thema Migration gegensätzliche Positionen vertreten. Franziskus fordert immer wieder Hilfe für Flüchtlinge. Ungarn fährt dagegen eine Anti-Migrationspolitik.

Nach Angaben des Vatikans ging es in dem Gespräch um die Rolle der Kirche in Ungarn, das Engagement für Umweltschutz sowie Verteidigung und Förderung der Familie. Das Thema Migration wurde ausgespart.

  • Video: ORF-Korrespondent Ernst Gelegs zu dem Besuch des Papstes in Ungarn.

Bei einem Treffen mit Vertretern anderer christlicher Kirchen und des Judentums rief Franziskus zum Kampf gegen Antisemitismus auf.

Respekt und Offenheit

Dieser sei "eine Lunte, die gelöscht werden muss". Der "Gott des Bundes", auf den Christen wie Juden sich mit der Bibel berufen, "will keine Bündnisse mit den einen auf Kosten der anderen, sondern Personen und Gemeinschaften, die Brücken der Gemeinschaft mit allen sind". An den Verantwortlichen der Mehrheitsreligionen liege es, "in diesem Land die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Religionsfreiheit für alle respektiert und gefördert wird".

Bei der Abschlussmesse des 52. Eucharistischen Weltkongresses mit 100.000 Gläubigen forderte Franziskus die Gläubigen in Ungarn zu Respekt und Offenheit auf. "Mein Wunsch ist, dass ihr so sein möget: gefestigt und offen, verwurzelt und respektvoll", sagte das Kirchenoberhaupt auf dem Heldenplatz in Budapest.

Schon wenig später reiste der Heilige Vater in die Slowakei weiter. Dort wird er bis zum Mittwoch bleiben.

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