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Außenpolitik

Ex-Premier Letta ist neuer Chef von Italiens Sozialdemokraten

Von nachrichten.at/apa   14. März 2021 14:24 Uhr

FILE PHOTO: Italian Prime Minister Enrico Letta gestures during a news conference at Chigi Palace in Rome
Der frühere Regierungschef Italiens Enrico Letta 2014.

ROM. Italiens früherer Regierungschef Enrico Letta (2013/14) ist am Sonntag zum neuen Vorsitzenden der Demokratischen Partei (PD) gewählt werden, die als zweitstärkste Kraft an der neuen Regierung um Premier Mario Draghi in Rom beteiligt ist.

Letta, der als einziger Kandidat für den PD-Vorsitz antrat, erhielt die Stimmen von 860 Parteidelegierten. Zwei Delegierte stimmten gegen Letta, vier weitere enthielten sich der Stimme. Die PD ist eine Mitte-links-Partei.

Letta wurde nach dem überraschenden Rücktritt von Parteichef Nicola Zingaretti von vergangener Woche zum PD-Chef gewählt. Zingaretti, der zwei Jahre lang die PD geleitet hatte, war mit dem Vorwurf zurückgetreten, die Parteiführung beschäftige sich eher mit internen Grabenkämpfen als mit nationalen Herausforderungen wie der Corona-Pandemie.

Der 54-jährige Letta hatte vor 14 Jahren bei der PD-Gründung mitgewirkt. Von 2009 bis 2013 war er stellvertretender Parteichef. Der studierte Jurist, der vor seiner Ernennung zum Premier schon mehrere Ministerämter innehatte, war zeitweise auch Mitglied des Europäischen Parlaments, bevor er im April 2013 Regierungschef in Rom wurde.

Er wurde in einem parteiinternen Putsch im Februar 2014 zum Rücktritt als Ministerpräsident gezwungen. An seine Stelle trat damals Matteo Renzi, der damit zum jüngsten Regierungschef in der Geschichte Italiens wurde. Renzi blieb bis Dezember 2016 als Premier im Amt. Er verließ im Oktober 2019 die PD und gründete eine eigene Kleinpartei mit dem Namen Italia Viva, die nun ebenfalls die Regierung Draghi unterstützt.

Der neue PD-Vorsitzende Letta muss die Partei bis zum Parteitag Anfang 2022 führen und die passenden Kandidaten für die Bürgermeisterwahlen im Herbst finden. Die Aufgabe ist heikel: Die PD muss Kandidatenlisten für die Kommunalwahlen in den größten italienischen Städten, darunter Rom, Mailand, Turin, Bologna und Neapel, erstellen.

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