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Außenpolitik

EU sichert sich 1,8 Milliarden Impfdosen von Biontech/Pfizer

10. Mai 2021 00:04 Uhr

Impfung

BRÜSSEL. Der Vertrag läuft bis 2023, das Liefervolumen beläuft sich im Wert auf rund 35 Milliarden Euro – an Österreich gehen rund zwei Prozent der Dosen.

Die EU hat den Kauf von bis zu 1,8 Milliarden weiteren Dosen Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer bis 2023 fixiert. Das teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Wochenende mit.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (VP) sprach in einer ersten Reaktion von einem " Meilenstein". Die Dosen für 2022/2023 würden EU-intern nach Bevölkerungsgröße der Länder verteilt, "wie es sinnvoll ist", sagte Kurz. An Österreich gehen zwei Prozent der Lieferung. Das werde fast 18 Millionen Dosen pro Jahr entsprechen, so Kurz.

900 Millionen Dosen sollen bei Biontech/Pfizer fest bestellt werden, weitere 900 Millionen Dosen sind eine Option. Damit sollen Impfungen von Erwachsenen aufgefrischt und die 70 bis 80 Millionen Kinder in der EU gegen das Coronavirus immunisiert werden, hieß es seitens der EU.

Der Vertrag hat ein Volumen von rund 35 Milliarden Euro. Der Preis pro Dosis liege unter 20 Euro, hieß es aus der EU-Kommission. Die EU-Kommission verteidigte, dass der Preis höher ausfallen werde als bei den vorherigen Verträgen mit Biontech/Pfizer. Es gebe strengere Liefervereinbarungen, andere Haftungsregeln und Vereinbarungen zur Anpassung des Impfstoffes an neue Virus-Varianten. Außerdem zahle die EU künftig kein Geld mehr zur Produktionsförderung.

700 Millionen für zwei Jahre

Die EU-Kommission erwartet, dass für Auffrischungen und die Impfung von Kindern 2022 und 2023 zusammen rund 700 Millionen Dosen nötig werden. Tritt eine Mutation des Coronavirus auf, gegen die die bisherigen Impfungen nicht helfen, bräuchte man 640 Millionen Dosen, um 70 Prozent der EU-Bevölkerung völlig neu zu immunisieren.

Für die laufende Impfkampagne hat die EU bereits zwei Rahmenverträge mit Biontech/Pfizer über 600 Millionen Impfdosen, die seit Ende 2020 nach und nach ausgeliefert werden. Allein von Anfang April bis Ende Juni erwartet die EU rund 250 Millionen Impfdosen der Hersteller.

Während die Zusammenarbeit der EU mit Biontech/Pfizer intensiviert wird, sieht es beim Impfstoff des britisch-schwedischen Erzeugers AstraZeneca nicht danach aus: Die bis Juni laufenden Verträge wurden bisher nicht verlängert.

Österreich kauft ein

In Österreich hat der Ministerrat vergangene Woche beschlossen, 800 Millionen Euro für den Ankauf von 42 Millionen Impfdosen bereitzustellen (mit Option auf Aufstockung). Davon entfielen 35 Millionen auf Pfizer/Biontech, drei Millionen auf Moderna und vier Millionen auf Johnson & Johnson. Detaillierte Angaben zu den Kosten wurden nicht gemacht.

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