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Außenpolitik

Enges Rennen in Berlin – SPD und Grüne fast gleichauf

27. September 2021 00:04 Uhr

Enges Rennen in Berlin – SPD und Grüne fast gleichauf
Franziska Giffey

BERLIN. Die Fortsetzung der Rot-Rot-Grünen Koalition im Abgeordnetenhaus ist möglich – vielleicht unter Führung der Grünen.

Wer hat das Rennen um den Sieg bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus gewonnen? Diese Frage war bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch offen, lagen doch die beiden bisherigen Regierungspartner SPD und Grüne in den Hochrechnungen ganz knapp beisammen. Der Unterschied in den verschiedenen Prognosen war mit weniger als einem halben Prozentpunkt (einmal mit Vorteil SPD, einmal mit Vorteil Grüne) minimal.

Die Sozialdemokraten waren mit der ehemaligen Bundesfamilienministerin Franziska Giffey als neuer Spitzenkandidatin angetreten. Der bisherige Regierende Bürgermeister Michael Müller hatte sich um ein Bundestagsmandat beworben. "Wir sind deutlich nach vorne gekommen", versuchte Giffey dem Wahlergebnis Positives abzugewinnen. Den Sozialdemokraten war in den Umfragen noch vor wenigen Wochen ein deutlicher Absturz prognostiziert worden.

Die Spitzenkandidatin der Grünen, Bettina Jarasch, leitete aus dem Ergebnis einen Führungsanspruch in der Bundeshauptstadt ab. Immerhin hat ihre Partei mehr als sieben Prozentpunkte auf mehr als 22 Prozent zugelegt. "Wir haben nach einer Aufholjagd eine Klimawahl geschafft", sagte Jarasch und warb für die Fortsetzung der "progressiven Koalition" mit der SPD. Dem Bündnis gehörte bisher auch die "Linke" an – diese musste allerdings einen Verlust von rund zwei Prozent hinnehmen.

Enges Rennen in Berlin – SPD und Grüne fast gleichauf
Bettina Jarasch

Das rot-rot-grüne Bündnis könnte nun fortgesetzt werden – möglicherweise unter Führung der Grünen. Für SPD-Kandidatin Giffey könnte allerdings auch aus der zweiten Position heraus mit CDU und FDP eine Mehrheit möglich sein. Die CDU verzeichnete jedoch einen ähnlich hohen Stimmenverlust wie die "Linke". Für das "schlechte Ergebnis" machte Spitzenkandidat Kai Wegner allerdings den Bundestrend verantwortlich, "der uns ins Gesicht geblasen hat".

Den höchsten Verlust musste übrigens die Alternative für Deutschland (AfD) hinnehmen – minus sieben Prozentpunkte. Die FDP legte dagegen leicht zu.

Stimmzettel ausgegangen

Kurz vor der offiziellen Schließung der Wahllokale in Berlin standen vielerorts noch Wählerinnen und Wähler Schlange, um ihr Kreuz machen zu können. Der Grund dafür: Mehrere Wahllokale hatten zeitweise sogar schließen müssen, weil die Stimmzettel ausgegangen waren und sich eine entsprechende Lieferung verzögerte. Manche Wahllokale bekamen zudem falsche Stimmzettel geliefert. Wer daher um 18 Uhr noch in der Warteschlange stand, durfte auch danach noch von seinem Stimmrecht Gebrauch machen. (eku)

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