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Außenpolitik

Asylanträge in EU gingen um elf Prozent zurück - in Österreich um 49 Prozent

Von nachrichten.at/apa   14. März 2019 14:56 Uhr

BRÜSSEL. Die Asylanträge in der EU gingen laut Eurostat im Vorjahr um elf Prozent gegenüber 2017 zurück - von 654.610 auf 580.845. Österreich verzeichnete eine Abnahme der Asylantragszahlen um 49 Prozent - von 22.455 auf 11.390.

Im Vergleich der 28 EU-Staaten konnten nur Ungarn (-80 Prozent von 3.115 auf 635), Italien (-61 Prozent von 126.550 auf 49.165), Estland (-50 Prozent von 180 auf 90) und Lettland (-50 Prozent von 355 auf 175) einen anteilsmäßig noch höheren Rückgang verzeichnen.

Stärkste Zunahme in Slowenien

Von 2017 auf 2018 gestiegen ist die Zahl der Asylanträge dagegen am stärksten in Slowenien (+95 Prozent von 1.435 auf 2.800), Zypern (+70 Prozent von 4.475 auf 7.610) und Spanien (+60 Prozent von 33.035 auf 52.730).

Deutschland, das weiterhin die höchste Zahl an Asylanträgen registrierte, kam auf einen Rückgang von 18 Prozent (von 198.255 auf 161.885). Großbritannien, wo weiterhin nicht klar ist, ob die Insel am 29. März die EU verlassen wird, kam auf ein Plus von 9 Prozent (von 34.355 auf 37.290).

Die größte Gruppe der Asylbewerber kam aus Syrien (14 Prozent), gefolgt von Afghanen (7 Prozent) und Irakern (7 Prozent).

Die Zahl der sogenannten anhängigen Anträge auf internationalen Schutz in der EU betrug zum Ende des Vorjahres 878.600. Diese sind bisher nicht von den Behörden geprüft worden. Dabei hatte auch hier Deutschland mit 384.800 den höchsten Anteil anhängiger Asylanträge, vor Italien (103.000), Spanien (78.700) und Griechenland (76.300). In Österreich waren es demnach 38.045 noch nicht geprüfte Anträge.

Im Verhältnis zur Einwohnerzahl war die Zahl der Asylbewerber in Zypern mit 8.805 erstmaligen Bewerbern je eine Million Einwohner am höchsten, vor Griechenland (6.051), Malta (4.276) und Luxemburg (3.694). In Österreich kamen 2018 1.291 erstmalige Asylbewerber auf eine Million Einwohner - das ist etwas mehr als der EU-Durchschnitt von 1.133. Am niedrigsten war die Pro-Kopf-Zahl in der Slowakei (28 Bewerber je eine Million Einwohner), Polen (63), Ungarn (65), Estland (68) und Lettland (91).

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