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Außenpolitik

Amazonas: Rekordwert bei Abholzungen

Von OÖN   20. November 2021 00:04 Uhr

Zerstörung des Regenwaldes im Amazonas erreicht traurigen Höchstwert.

BRASILIA. Im Vergleich zum Vorjahr wurden im Amazonas-Regenwald fast 22 Prozent mehr Wald zerstört.

Die Zerstörung des brasilianischen Amazonas-Regenwaldes hat dramatisch zugenommen. Wie die brasilianische Weltraumbehörde Inpe am Donnerstag unter Berufung auf Satellitenbilder mitteilte, wurde binnen eines Jahres so viel Regenwald vernichtet wie zuletzt vor 15 Jahren. Von August 2020 bis Juli 2021 wurden demnach 13.235 Quadratkilometer Regenwald zerstört. Das waren fast 22 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, als ebenfalls ein Rekordwert verzeichnet wurde.

Der Amazonas-Regenwald ist für den Klimaschutz von zentraler Bedeutung – er gilt als "grüne Lunge" der Erde. Unter dem ultrarechten Präsidenten Jair Bolsonaro hat die Vernichtung des Regenwaldes jedoch dramatisch zugenommen. Seit seinem Amtsantritt wurde nun zum dritten Mal in Folge eine Zunahme bei der Abholzung verzeichnet.

Umwelt- und Klimaschützer machen dafür direkt die Politik des brasilianischen Staatschefs verantwortlich, dem sie eine Begünstigung illegaler Rodungen vorwerfen. Bolsonaro hatte schon im Wahlkampf angekündigt, das Amazonas-Gebiet stärker wirtschaftlich zu erschließen, und öffnete immer wieder Schutzgebiete für Landwirtschaft und Bergbau.

Auf der Weltklimakonferenz in Glasgow hatten sich mehr als hundert Staaten verpflichtet, die Entwaldung bis zum Jahr 2030 zu stoppen, darunter auch Brasilien.

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