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Außenpolitik

Militär-Erziehung wird in Ungarn ein Unterrichtsfach

09. August 2017 00:04 Uhr

Militär-Erziehung wird in Ungarn ein Unterrichtsfach
Patriotische Erziehung in Ungarn

BUDAPEST. Die ungarische Regierung bereitet neue Lehrpläne vor, in denen auch militärische Erziehung vorkommen soll. Den belasteten Begriff Wehrkunde vermeidet die Regierung allerdings.

Es sei wichtig, dass Schüler etwas über Vaterlandsliebe lernen, begründet der Vize-Staatssekretär für Bildung, Zoltan Marusza, die Pläne. Damit soll "das Programm der patriotischen und Landesverteidigungserziehung im Lehrplan zur Geltung kommen", heißt es. Allerdings solle es kein neues Fach "Wehrkunde" geben, betont Marusza ausdrücklich.

Er könne sich aber vorstellen, diese Inhalte auf mehrere Fächer zu verteilen, zum Beispiel durch Wehrübungen im Sportunterricht oder patriotische Lieder im Musikunterricht. An Ungarns Schulen soll ein neues "Lebensgefühl" entstehen, so Marusza. Lehrergewerkschaften und Eltern sind entsetzt.

Sie warnen vor einer drohenden Militarisierung der Schulen. Genährt werden ihre Ängste auch durch Pläne der Orban-Regierung, im ganzen Land rund 200 Schießstände errichten zu lassen, an denen auch Jugendliche ausgebildet werden sollen.

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