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Weltspiegel

Weitere EMA-Analyse zu AstraZeneca: Vorteile überwiegen in jedem Alter

Von nachrichten.at/apa   23. April 2021 17:24 Uhr

Symbolbild: Impfstoff AstraZeneca

AMSTERDAM. Trotz seltener Fälle schwerer Thrombosen sind die Vorteile des Corona-Impfstoffes von AstraZeneca laut EU-Arzneimittelbehörde (EMA) in allen Altersgruppen höher zu bewerten als die Risiken.

Demnach kann der Impfstoff weiterhin uneingeschränkt eingesetzt werden. Die Hirnvenenthrombosen kämen im Schnitt bei einer von 100.000 geimpften Personen vor, berichtete die EMA am Freitag in Amsterdam. Dem gegenüber stehe die sehr starke Reduzierung der schweren Covid-19-Erkrankungen.

Nach der Analyse ist das Risiko von Blutgerinnseln mit gleichzeitig sehr niedriger Anzahl von Blutplättchen bei Personen unter 60 Jahren zwar höher als bei Älteren. Aber auch bei den Jüngeren überwögen die Vorzüge. Dazu zähle, dass viel weniger geimpfte Menschen in Krankenhäuser und auf Intensivstationen verlegt werden müssten. "Der Impfstoff rettet Leben", sagte der leitende Datenanalytiker der EMA, Peter Arlett.

Die EMA hatte bereits zuvor nach Prüfung von Fällen von Hirnvenenthrombosen festgestellt, dass der Impfstoff uneingeschränkt verwendet werden könne. Dennoch hatten einige Staaten die Impfung eingeschränkt und etwa nur Personen über 60 Jahre damit geimpft. In Österreich ist das Vakzin für alle Erwachsenen freigegeben und empfohlen.

Die EU-Kommission hatte die EMA mit der Analyse beauftragt, um nationalen Gesundheitsbehörden bei der Entscheidung über den Einsatz des Impfstoffes zu helfen. Die Experten hatten Daten zu Impfungen, Infektionsraten, Aufnahmen in Krankenhäuser und Sterblichkeit analysiert.

Kanada empfiehlt AstraZeneca ab 30 Jahren

Kanadische Impfexperten empfehlen den Einsatz des Impfstoffes von AstraZeneca ab einem Alter von 30 Jahren, wie am Freitag bekannt wurde. Bisher lag ihre Grenze bei 55 Jahren. Die Vorteile einer möglichst schnellen Impfung von möglichst vielen Menschen überwögen bei weitem jedes Risiko, sagt die Vize-Vorsitzende des nationalen Beratungsgremiums, Shelley Deeks. Kanada kämpft gegen eine dritte Welle der Pandemie.

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