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Weltspiegel

Vier von 100 Menschen konsumierten 2017 Drogen

Von OÖN   27. Juni 2019 00:04 Uhr

Vier von 100 Menschen konsumierten 2017 Drogen
Verbrennung von beschlagnahmten Drogen in Kambodscha.

WIEN. Laut UN-Weltdrogenbericht sind das plus 30 Prozent seit 2009.

Weltweit haben im Jahr 2017 insgesamt 271 Millionen Menschen Drogen konsumiert – das waren knapp vier Prozent der Weltbevölkerung. Rund 35 Millionen Menschen waren damals drogenabhängig oder befanden sich aufgrund ihres Drogenkonsums in ärztlicher Behandlung. Das sind zwei zentrale Ergebnisse des gestern präsentierten Weltdrogenberichts der UNO-Behörde für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC).

Die Zahl der Drogenkonsumenten ist somit im Vergleich zum vorherigen Weltdrogenbericht stabil. Im Vergleich zu 2009 stieg sie jedoch um 30 Prozent an. Damals nahmen demnach 210 Millionen Menschen Drogen. Die UNODC wies jedoch gleichzeitig darauf hin, dass der Zuwachs zumindest zum Teil mit dem Bevölkerungswachstum einhergeht.

Die global am meisten verbreitete Droge ist Cannabis. 188 Millionen Menschen gaben 2017 an, das Rauschmittel im Jahr davor zumindest einmal eingenommen zu haben. Während die Zahl der Konsumenten seit einem Jahrzehnt relativ stabil ist, wird zusehends weniger Cannabis beschlagnahmt. So sank die aufgegriffene Menge in Nordamerika um 77 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010. Das ist mitunter auf die Legalisierung des Rauschmittels in manchen Bundesstaaten der USA zurückzuführen.

Insgesamt 585.000 Drogentote

53,4 Millionen Menschen und damit um 56 Prozent mehr als noch 2016 nutzten Opioide wie Heroin oder Opium. Diese Drogen werden nicht nur zusehends beliebter, sondern sind auch für zwei Drittel der 585.000 Drogentoten des Jahres 2017 verantwortlich. Rund ein Drittel der weltweiten Opioide wird in Südasien verbraucht. Aber auch in Nordamerika sind Opiate ein massives Problem: 47.000 Menschen starben aufgrund einer Opioid-Überdosis in den USA – ein Allzeithoch.

So hoch wie nie war die Kokain-Produktion. Knapp 2000 Tonnen wurden 2017 hergestellt und damit um ein Viertel mehr als im Jahr davor. Vor allem in Kolumbien wird verstärkt produziert. 18,1 Millionen Menschen nahmen die Droge ein, wobei sie vor allem in Nordamerika und Ozeanien beliebt ist. Das meiste gehandelte Kokain stammt aus den Anden-Ländern Peru, Bolivien und Kolumbien und findet von dort seinen Weg nach Nordamerika sowie nach West- und Zentraleuropa.

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