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Weltspiegel

UNO-Jugendklimagipfel: "Wir sind nicht zu stoppen"

23. September 2019 00:04 Uhr

UNO-Jugendklimagipfel: "Wir sind nicht zu stoppen"
UNO-Generalsekretär Antonio Guterres, die Schwedin Greta Thunberg und der Argentinier Bruno Rodriguez (v.l.)

NEW YORK. Generalsekretär Guterres spricht vom "Moment des Wandels".

Einen Tag nach den weltweiten Klimaprotesten haben sich am Samstag in New York hunderte junge Menschen zum ersten UNO-Jugendgipfel für Klimaschutz versammelt. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres lobte bei dieser Gelegenheit das Engagement der Jugendlichen. Sie hätten einen "Moment des Wandels" herbeigeführt, sagte er.

Zugleich stärkte der 70 Jahre alte Portugiese der "Fridays for Future"-Bewegung den Rücken. "Bitte mobilisiert weiter", sagte der UNO-Chef. Seine Generation habe schon zu viel verpasst, sagte Guterres. "Wir haben zu viel geredet und zu wenig zugehört. Aber man lernt durch das Zuhören dazu. Ich bin wirklich enthusiastisch, dass ihr so viel Leadership zeigt."

Zu dem Treffen in der US-Metropole hatten die Vereinten Nationen 500 Jugendliche sowie im Klimaschutz engagierte Unternehmer eingeladen. Zum Auftakt des Jugendgipfels, an dem auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg teilnahm, hielt der argentinische Klima-Aktivist Bruno Rodriguez eine flammende Rede. "Das Klima und die ökologische Krise sind die politische Krise unserer Epoche, die wirtschaftliche Krise unserer Epoche und die kulturelle Krise unserer Epoche", sagte der 19-Jährige.

Junge Leute würden von den Politikern oft vertröstet. "Die Zeit ist gekommen, dass wir Anführer werden", sagte Rodriguez. Die Politiker müssten "endlich handeln", betonte er.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg sagte: "Wir sind nicht zu stoppen." Die 16-Jährige hatte mit ihren Schulstreiks die neue weltweite Protestbewegung gegen die Erderwärmung in Gang gesetzt, die am vergangenen Freitag in der bisher größten Protestaktion gipfelte. "Am Freitag sind Millionen Menschen, vor allem junge Leute, rund um den Globus marschiert und haben wirkliche Klimamaßnahmen verlangt", so Thunberg.

Weltweit gingen nach Angaben der Organisatoren rund vier Millionen Menschen auf die Straße, um verstärkte Anstrengungen gegen die Erderwärmung zu fordern. Die größten Demos gab es in Australien, Berlin, London, New York und San Francisco.

UNO-Vollversammlung startet

Morgen wird in New York die mit Spannung erwartete Generaldebatte der 74. UNO-Vollversammlung eröffnet. Gleich zu Beginn ans Rednerpult treten werden Guterres, Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro und sein US-Amtskollege Donald Trump. Und beide Staatschefs gelten nicht gerade als Speerspitzen im Kampf gegen den Klimawandel. Diesem hat sich aber Guterres verschrieben. Daher hat der UNO-Generalsekretär heute im Hauptquartier am Ufer des East River einen Klimagipfel angesetzt, an dem auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Umweltministerin Maria Patek teilnehmen.

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