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Weltspiegel

Spanien verzeichnet bereits mehr Corona-Tote als China

Von OÖN   26. März 2020 00:04 Uhr

Spanien verzeichnet bereits mehr Corona-Tote als China
Man muss die besonders gefährdeten Menschen unterstützen, heißt es aus New York.

MADRID. Am stärksten betroffen sind die Hauptstadt Madrid und Katalonien

Trotz der vor elf Tagen verhängten strikten Ausgangssperre steigt die Zahl der Corona-Todesopfer und -Infizierten in Spanien weiterhin stark an: Bis Mittwochmittag stieg die Zahl der Toten laut der Gesundheitsbehörde in Madrid auf 3434, nach knapp 2700 am Vortag. Nach Italien ist Spanien damit das zweite Land, das China in der Opferzahl überholt hat. Dort wurden bisher 3281 Todesopfer gezählt.

Am stärksten betroffen ist Madrid, allein in der Hauptstadt stieg die Zahl der Toten binnen 24 Stunden um fast 300 auf mehr als 1800. Insgesamt kletterte die Zahl der Infizierten auf 47.600 – fast 8000 mehr als noch am Dienstag. Allein in Madrid wurden 14.600 Fälle registriert, gefolgt von Katalonien mit knapp 10.000 Infizierten. 5300 Patienten sind landesweit bereits wieder gesund.

Die Behörden hoffen, dass der Höhepunkt der Krise dank der strengen Maßnahmen mit weitreichenden Beschränkungen der Bewegungsfreiheit für die knapp 47 Millionen Spanier schon diese Woche erreicht wird.

Der Leiter der "Behörde für Gesundheitliche Notfälle" (CCAES), Fernando Simon, versuchte die Bevölkerung zu beruhigen: "Die Zahl der Todesfälle nimmt zu, aber der prozentuale Anstieg hat sich stabilisiert." Das bedeute, dass Spanien nicht mehr weit vom Höhepunkt der Krise entfernt sei. Viele Krankenhäuser – speziell in Madrid – sind aber bereits am Limit.

Madrid: Eishalle als Leichenhaus

So werden das Messezentrum "Ifema" und mehrere Hotels seit Tagen als Krankenhäuser genutzt, um die Patienten überhaupt noch behandeln zu können. Wegen der vielen Todesfälle musste zudem die Eishalle in Madrid zum Leichenhaus umfunktioniert werden, weil die Bestattungsunternehmen völlig überlastet sind.

Deutschland: 33.200 Fälle

In Deutschland sind bisher mehr als 33.200 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert. Besonders hohe Zahlen haben die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (9400) sowie Bayern (6300) und Baden-Württemberg (6000). Mehr als 160 Menschen sind bisher gestorben. In Frankreich (25.000 Fälle) hat die Regierung die Bürger auf eine "lange Anstrengung" eingeschworen. "Es ist der Gesundheitsnotstand, der uns heute alle beschäftigt, (...) aber es ist auch – und wird es immer mehr werden – ein wirtschaftlicher und sozialer Schock", sagte Premier Edouard Philippe gestern.

"Bedrohung für Menschheit"

Die Pandemie ist laut UNO-Generalsekretär Antonio Guterres eine "Bedrohung für die gesamte Menschheit". Die UNO richtete daher einen weltweiten Nothilfe-Aufruf zur Corona-Bekämpfung in den ärmsten Ländern der Welt.

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