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Weltspiegel

Salmonellen: EU-Behörden leiteten Untersuchung ein

Von nachrichten.at/apa   06. April 2022 20:30 Uhr

(Symbolbild)

FRANKFURT. Die wahrscheinlich mit Schoko-Produkten zusammenhängenden Salmonellenfälle beschäftigen nun auch zwei EU-Behörden.

Die EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC haben Untersuchungen zu dem Ausbruch in mehreren EU-Ländern aufgenommen und wollen in der kommenden Woche eine Einschätzung dazu veröffentlichen. Die AGES rief am Abend bestimmte möglicherweise betroffene Produkte zurück, die auch nach Österreich geliefert worden sein könnten.

Bisher seien 105 bestätigte Fälle sowie 29 Verdachtsfälle aufgetaucht, die meisten davon bei Kindern im Alter von unter zehn Jahren, teilten EFSA und ECDC am Mittwoch mit. Fast die Hälfte aller bisher gemeldeten Infektionen gab es den Angaben zufolge in Großbritannien, wo bereits am 7. Jänner der erste Fall nachgewiesen worden war. Betroffen sind auch Deutschland, Belgien, Frankreich, Irland, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen und Schweden.

Wie EFSA und ECDC weiter mitteilten, ist der Ausbruch durch einen ungewöhnlich hohen Anteil an Kindern gekennzeichnet, die ins Krankenhaus müssen, darunter einige mit schweren Symptomen wie blutigem Durchfall. Bestimmte Schokoladenprodukte seien als wahrscheinlicher Infektionsweg identifiziert worden.

Ferrero rief Produkte zurück

In mehreren Ländern wurden Produkte wegen des Ausbruchs bereits zurückgerufen. Der Süßwarenkonzern Ferrero hatte am Dienstag mitgeteilt, dass man sich freiwillig und vorsorglich zu dem Rückruf ausgewählter Chargen von Kinder-Produkten entschlossen habe, darunter einige Chargen von Überraschungseiern und Schoko-Bons. Alle Artikel wurden laut Ferrero in Belgien hergestellt.

Wie die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) am Mittwochabend mitteilte, wurden möglicherweise betroffene Ferrero-Produkte zurückgerufen, die auch nach Österreich gelangt sein könnten. Konkret ging es um die Produkte "kinder Schokobons", "kinder Überraschung", "kinder Happy Moments" und Saisonartikel wie Schokolade-Ostereier. Betroffen waren zahlreiche Chargennummern.

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