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Weltspiegel

Russland: Tierpfleger retteten Tiger-Baby von gefährdeter Art

Von nachrichten.at/apa   12. Januar 2022 21:07 Uhr

RUSSIA-ANIMAL-HEALTH-FROST
Das Tigerbaby wäre beinahe erfroren und konnte gerettet werden.

MOSKAU. Tierpfleger haben im fernen Osten Russlands ein Tiger-Baby der stark gefährdeten Art der Amur-Tiger vor dem Erfrieren gerettet.

Wie die Angestellten des Rehabilitationszentrum Amur Tiger Centre am Mittwoch mitteilten, wurde das etwa fünf Monate alte weibliche Jungtier von einem Fischer an einem Flussufer gefunden. Es sei stark abgemagert gewesen und habe schwere Erfrierungen und Verletzungen erlitten. Extremer Tiefschnee bedroht im Fernen Osten Russlands derzeit Tiger und andere Wildtiere.

"Die äußere Untersuchung ergab, dass es stark erschöpft war und die Spitze seines Schwanzes abgefroren war", erklärten die Pfleger. Zudem habe sich der Amur-Tiger eine Verletzung und Erfrierung am Unterkiefer zugezogen.

Das Tigerweibchen, das zum Zeitpunkt seines Auffindens nur 20 Kilogramm wog, wurde von den Tierpflegern zunächst versorgt und aufgepäppelt. Die abgestorbene Schwanzspitze wurde amputiert. Bei einer zweieinhalbstündigen Operation versuchten die Tierärzte schließlich, den Kiefer des Tiers zu rekonstruieren.

Sibirische Tiger sind stark gefährdet

Amur-Tiger, die auch als sibirische Tiger bekannt sind, sind in Russland und China beheimatet. Die Tierart gilt als gefährdet. Der WWF und die russische Regierung schätzten 2015 die Zahl der wild lebenden Exemplare auf nur 480 bis 540 Tiere. Derartige Zählungen sind sehr aufwendig und schwierig.

Schwere Schneefälle im Fernen Osten Russlands haben laut Angaben der Tierschutzorganisation WWF im noch jungen Winter bereits zwei Mal große Probleme für die Wildtiere gebracht.

"Dieser Winter kann eine extreme Herausforderung für wildlebende Tiere werden", erklärte der WWF. Es werde auch mit einer Zunahme der Wilderei gerechnet. Außerdem könnten hungrige Tiger vermehrt in Ortschaften vordringen und dort nach Beute suchen.

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