Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...
    Anmeldung
    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.

gemerkt
merken
teilen

Russland: Mehrere Tote nach Schüssen auf Gotteshäuser in Dagestan

Von nachrichten.at/apa, 23. Juni 2024, 19:31 Uhr
bilder_markus
Dagestan - islamisch geprägte Region im Kaukasus Bild: Stefan Scholl

MACHATSCHKALA. Bei Angriffen durch mehrere Bewaffnete auf eine Synagoge, eine orthodoxen Kirche und einen Polizeiposten in der russischen Teilrepublik Dagestan sind nach Behördenangaben mindestens zehn Menschen getötet worden.

Unter den Toten in der muslimisch geprägten Kaukasusrepublik waren demnach sechs Polizisten, ein Priester, ein Kirchenmitarbeiter und zwei der Angreifer. Bei den Vorfällen in den Städten Derbent und Machatschkala habe es außerdem zahlreiche Verletzte gegeben, hieß es.

Genauere Hintergründe oder Tatmotive lagen vorerst noch nicht vor. Wie das Innenministerium in Moskau russischen Nachrichtenagenturen zufolge mitteilte, ereignete sich einer der Vorfälle bei einer Synagoge in der Stadt Derbent am Kaspischen Meer, unweit der Grenze zu Aserbaidschan. Weitere Schüsse seien in einer orthodoxen Kirche derselben Stadt gefallen. Beide Gotteshäuser seien in Brand gesetzt worden.

Zudem habe sich an einem Polizeiposten in der dagestanischen Hauptstadt Machatschkala ein Schusswechsel ereignet. Beide Städte liegen am Kaspischen Meer und sind rund 125 Kilometer voneinander entfernt. Zwei Angreifer seien ebenfalls tot, hieß es. Die Stadt Derbent gehört zum UNESCO-Kulturerbe, sie ist Heimat einer alten jüdischen Gemeinde.

"Bei den Terroranschlägen sind nach vorläufigen Angaben ein orthodoxer Priester und mehrere Polizeibeamte ums Leben gekommen", teilte das russische Ermittlungskomitee mit. Zudem meldeten die russischen Nachrichtenagenturen TASS und Interfax 23 verletzte Polizisten. Die Fahndung nach den flüchtigen Tätern läuft. Die Behörden haben ein Strafverfahren eröffnet. Der Gouverneur von Dagestan, Sergej Melikow, bezeichnete auf Telegram den Anschlag als Versuch, die Lage in der Region zu destabilisieren.

Exzesse in Dagestan durch Gaza-Konflikt

Das islamisch geprägte Dagestan ist eine der ärmsten Regionen in Russland. Die russische Teilrepublik grenzt auch an Tschetschenien. In Dagestan war es in den vergangenen Monaten vor dem Hintergrund des Gaza-Konflikts bereits zu antijüdischen Exzessen gekommen. Ende Oktober 2023 drangen etwa wütende Menschen in den Flughafen der Hauptstadt Machatschkala ein, als dort am Sonntag ein Flugzeug aus Israel ankam. Rund 20 Menschen wurden dabei verletzt Der Kreml warf dem Westen in Folge Destabilisierungsversuche und Provokationen vor.

Es sei offensichtlich, dass die Ausschreitungen durch Einmischung aus dem Ausland verursacht worden seien, hieß es damals aus dem Kreml. Es gehe um "die Versuche des Westens, die Lage im Nahen Osten dazu zu nutzen, eine Spaltung der russischen Gesellschaft herbeizuführen".

mehr aus Weltspiegel

Keine Klimaanlage: Pfadfinder erlitten auf Busfahrt Hitzschlag

Hitlerattentat vor 80 Jahren: Verrat oder Heldentat

Motorräder liebender Milliardär zum neuen König von Malaysia gekrönt

IT-Probleme behoben: Weltweiter Flugbetrieb wieder aufgenommen

Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

1  Kommentar
1  Kommentar
Die Kommentarfunktion steht von 22 bis 6 Uhr nicht zur Verfügung.
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
vinzenz2015 (47.553 Kommentare)
am 24.06.2024 17:26

Wer unterstützt diese pseudoreligiösen Fantiker!
Der Iran etwa??
Siehe Hams und Hisbollah!

lädt ...
melden
Aktuelle Meldungen