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Weltspiegel

Palermo: 900 Särge warten auf Einäscherung

Von nachrichten.at/apa   09. Januar 2022 13:05 Uhr

GERMANY ORLANDO
Weil 900 Särge seit Monaten auf die Einäscherung warten, sind Ermittlungen gegen Bürgermeister Leoluca Orlando aufgenommen worden, berichtete die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera".

PALERMO. In der sizilianischen Hauptstadt Palermo ist die Diskussion um überfüllte Friedhöfe wegen der Corona-Pandemie wieder aufgeflammt und hat Bürgermeister Leoluca Orlando in die Bredouille gebracht.

Seit Wochen reihen sich Medienberichten zufolge Särge, die für eine Bestattung oder Einäscherung vorgesehen sind, auf dem Hauptfriedhof der Stadt - teils im Freien oder in Kühllastern. Die öffentliche Gesundheit sei in Gefahr. Wildschweine wurden unweit der aufgestapelten Särge abgebildet. Der Krematoriumsofen der Stadt ist seit Monaten außer Betrieb. Der Erzbischof der Stadt, Corrado Lorefice, protestierte, weil Personen ihre verstorbenen Angehörigen nicht einäschern können.

Ähnliche Probleme hatten in den vergangenen Monaten auch Rom belastet. Die Bestattungsunternehmen hatten in der vergangenen Wochen mit einem Protest auf die Lage aufmerksam gemacht. Die sechs Krematorien würden für die Metropole mit 3,5 Millionen Einwohnern nicht mehr ausreichen.

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