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Weltspiegel

Mehr als 1000 Corona-Tote in den USA

Von nachrichten.at/apa   26. März 2020 10:00 Uhr

New York ist jene US-Stadt mit den meisten Corona-Opfern

WASHINGTON. In den USA hat die Zahl der durch das Coronavirus ums Leben gekommenen Menschen am Mittwoch die Marke von 1.000 überschritten. In New York waren es 280. Der Senat beschloss ein Billionen-Notprogramm.

Die USA haben Italien als globaler Coronavirus-Hotspot abgelöst. Dies geht aus Daten der Johns Hopkins University hervor, die am Mittwochnachmittag veröffentlicht wurden. Demnach gibt es derzeit 54.405 aktive Coronavirus-Fälle in den USA, während es in Italien 54.030 Fälle sind. Mehr als 1030 Menschen sind bisher in den USA an dem neuen Coronavirus gestorben. Nur China, Italien und Spanien haben bisher mehr Tote registriert.   

New York ist die US-Stadt mit den meisten Opfern - hier wurden allein 280 Tote gezählt. Für das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum gelten weitreichende Ausgangssperren. Restaurants, Bars, Schulen, Museen und Broadwayshows sind geschlossen. 

Der US-Senat hat im Kampf gegen die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie das größte Rettungspaket der US-Geschichte beschlossen. Die Kongresskammer stimmte am Mittwochabend (Ortszeit) ohne Gegenstimme für die Maßnahmen mit einem Umfang von rund zwei Billionen Dollar (1.847 Mrd. Euro). Nun muss noch das Repräsentantenhaus zustimmen, das sich am Freitag damit befassen soll. Präsident Donald Trump hatte angekündigt, das Gesetzespaket dann umgehend mit seiner Unterschrift in Kraft zu setzen. 

Das Mega-Hilfspaket sieht Schecks von 1.200 Dollar für US-Bürger, rasche Hilfen für kleine Unternehmen und Milliardenkredite für von der Corona-Krise betroffene Konzerne vor. Mehr als hundert Milliarden Dollar sollen zudem an Krankenhäuser und in die Gesundheitsversorgung fließen, weitere mehr als hundert Milliarden Dollar an die Bundesstaaten, Städte und Gemeinden. Auch werden Zahlungen und Bezugsdauer von Arbeitslosengeld ausgeweitet. Der Anführer der oppositionellen Demokraten im Senat, Chuck Schumer, sprach von einem "Marshall-Plan" für Krankenhäuser und das Gesundheitssystem sowie von einer "Arbeitslosenversicherung auf Steroiden". Das US-Rettungspaket ist um ein vielfaches größer als jenes während der Finanzkrise 2008, das ein Volumen von 700 Milliarden Dollar hatte.

Eine erste Antwort auf die Frage nach den Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt wird am Donnerstag erwartet, wenn das Arbeitsministerium in Washington die jüngsten wöchentlichen Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe bekanntgeben wird. Analysten erwarten infolge der jüngsten Zuspitzung der Coronavirus-Krise in den USA eine dramatische Zunahme.

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