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Weltspiegel

Japanische Uni beschäftigt keine rauchenden Dozenten mehr

23. April 2019 16:48 Uhr

TOKIO. Japan gilt eigentlich als Raucherparadies. An der Nagasaki-Universität ist damit jetzt Schluss.

"Wir denken, dass Raucher nicht im Bildungsbereich arbeiten sollten", sagte ein Sprecher der Nagasaki-Universität am Dienstag. Deshalb werden keine Dozenten mehr eingestellt, die Raucher sind. Ab August will die Universität zudem das Rauchen auf dem gesamten Campus verbieten und eine Entwöhnungsklinik eröffnen. Bewerber, die versprechen, vor ihrem Jobantritt mit dem Rauchen aufzuhören, würden aber noch eingestellt, sagte der Sprecher. Einen Verstoß gegen Anti-Diskriminierungs-Gesetze sehe die Universität darin nicht. Die Verwaltung habe sich rechtlich beraten lassen.

Japan gilt bisher als Raucher-Paradies. In nahezu allen Restaurants und Bars des Inselstaats darf gequalmt werden. Mit Blick auf die Olympischen Spiele 2020 ist zwar ein Gesetz geplant, dass das Rauchen deutlich einschränken soll. Es sieht aber unter anderem Ausnahmen für kleine Restaurants vor.

Die Stadt Tokio erließ im vergangenen Jahr hingegen strenge Rauchergesetze. Sie verbieten künftig das Rauchen in allen Bildungseinrichtungen, Krankenhäusern und Restaurants der japanischen Hauptstadt.

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