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James-Webb-Teleskop entdeckte entfernteste bisher bekannte Galaxie

Von nachrichten.at/apa, 30. Mai 2024, 20:11 Uhr
Älteste Galaxie
Das Licht von JADES-GS-z14-0 brauchte 13,5 Milliarden Jahre, um zur Erde zu gelangen. Bild: (APA/AFP/ESA, NASA, CSA, STScI/HANDOUT)

WASHINGTON/PARIS. Das James-Webb-Weltraumteleskop hat die am weitesten entfernte bisher bekannte Galaxie entdeckt.

Die auf den Namen JADES-GS-z14-0 getaufte Galaxie habe gerade mal rund 290 Millionen Jahre nach dem Urknall existiert und weise Besonderheiten auf, die Folgen für das Verständnis des frühen Universums hätten, erklärte die US-Weltraumbehörde NASA am Donnerstag. Das Licht der nun neu entdeckten Galaxie brauchte mehr als 13,5 Milliarden Jahre, um zur Erde zu gelangen.

Der Urknall fand vor 13,8 Milliarden Jahren statt. Bei JADES-GS-z14-0 handle es sich nicht um die Art von Galaxien, die theoretische Modelle und Computersimulationen für das frühe Universum vorhergesagt hatten, erklärten die beiden an der Entdeckung beteiligten Forscher Stefano Carniani und Kevin Hainline. Sie seien "begeistert von der außergewöhnlichen Vielfalt der Galaxien, die in der kosmischen Morgendämmerung existierten".

Eine Reise in die Vergangenheit

In der Astronomie bedeutet ein Blick in die Ferne gleichzeitig auch eine Reise in die Vergangenheit. Das Licht der Sonne braucht zum Beispiel acht Minuten, um zur Erde zu gelangen - somit sehen die Menschen die Sonne in dem Zustand von vor acht Minuten. Bei einem sehr weiten Blick in die Ferne können also Objekte wahrgenommen werden, wie sie vor Milliarden Jahren aussahen. Das James-Webb-Teleskop erkennt dabei auch das für das menschliche Auge nicht sichtbare Infrarot-Licht.

Laut NASA ist die Galaxie "außergewöhnlich hell für ihre Entfernung". Schätzungen zufolge ist ihre Masse mehrere hundert Millionen Mal so groß ist wie die der Sonne. Die Entdeckung wirft den Forschern zufolge die Frage auf, "wie die Natur in weniger als 300 Millionen Jahren eine so helle, massive und große Galaxie erschaffen konnte".

1,5 Millionen Kilometer entfernt

Das im Rahmen der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) auch mit österreichischer Beteiligung gebaute Hightech-Observatorium war im Dezember 2021 nach jahrzehntelangen Vorbereitungen ins All gebracht worden. Nun befindet es sich mehr als eineinhalb Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Es erforscht die Frühzeit des Kosmos.

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5  Kommentare
5  Kommentare
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nichtschonwieder (8.990 Kommentare)
am 31.05.2024 12:00

Viel interessanter wäre es, die vielen ungelösten Rätsel auf der Erde zu lösen.

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ernst.reiter@outlook.com (137 Kommentare)
am 31.05.2024 09:50

Diese Überschrift ist schon sehr eigenartig, wie kann etwas entdeckt werden, das bisher schon bekannt war?

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RonaldWeinberger (224 Kommentare)
am 30.05.2024 21:32

Die Fortschritte in der Astronomie sind geradezu überwältigend! Als ich die professionelle Astronomie vor 12 1/2 Jahren an den "Pensions-Nagel" hängte, ahnte ich nicht, wie rasch, ja geradezu revolutionär, sich dieses tolle naturwissenschaftliche Fach weiterentwickeln würde. Der Fund dieser (und ähnlicher extremer Galaxien) ist einer der Meilensteine der gegenwärtigen Astronomie.

Man wird vielleicht ein wenig nachvollziehen können, dass und weshalb ich immer noch befriedigt, ja sogar ein wenig stolz bin, weil es mir vergönnt war, über Jahrzehnte hinweg ein bisschen zur Fortentwicklung dieser wahrhaft "himmlischen" Wissenschaft beigetragen zu haben.

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nangpu (1.749 Kommentare)
am 30.05.2024 20:38

Hochinteressant!
Das deutet darauf hin, dass das Universum eventuell viel älter ist.

Das ist Wissenschaft - neue Erkenntnis; neuer Ansatz.

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nichtschonwieder (8.990 Kommentare)
am 31.05.2024 11:58

Und was hilft uns das?
Das Universum gibt es seit eh und je und wird es immer geben. Nur das menschliche Gehirn und noch so viel KI werden bei dieser Frage nie eine Antwort finden.

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