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Weltspiegel

Israels Armee räumt größtes Minenfeld an Taufstätte Jesu

Von nachrichten.at/apa   26. Mai 2019 13:13 Uhr

Mönche und Soldaten - jahrzehntelang ein alltägliches Bild in Qasr Al-Yahud.

JERUSALEM. Das verminte Gebiet in der Nähe von Jericho im Westjordanland, auf dem mehrere Kirchen liegen, war seit dem Sechstagekrieg militärische Sperrzone.

Israels Armee hat nach eigenen Angaben das größte Minenfeld an einer der heiligsten Stätten des Christentums geräumt. In Qasr Al-Yahud (Arabisch: das jüdische Schloss) soll Jesus Christus im Fluss Jordan getauft worden sein. 

Im vergangenen Jahr hatten offiziell die Räumungsarbeiten begonnen, gemeinsam mit der Halo-Stiftung, einer weltweit tätigen Landminen-Räumorganisation. An dem Projekt sind auch die palästinensischen Behörden beteiligt.

Land des Klöstern und Kirchen zurückgeben

Die Armee teilte am Sonntag mit, vergangene Woche sei auch in Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsministerium das größte Feld mit mehr als 900 Minen geräumt worden. Oberst Udi Tzur sprach von einem "wichtigen Schritt auf dem Weg, diese besondere Gegend der Öffentlichkeit zugänglich zu machen". Man wolle das Land den Klöstern und Kirchen zurückgeben "und es den Menschen ermöglichen, sicher auf diesem Land mit tausenden Jahren Geschichte zu laufen".

Nach dem Krieg von 1967 und dem Rückzug der jordanischen Streitkräfte waren auf dem Gelände israelische Landminen hinterlassen worden. Vor dem Krieg wurde das Gebiet von Jordanien kontrolliert und war ein beliebter Pilgerort.

Insgesamt wurden zu Beginn der Räumungsarbeiten auf dem Gebiet nach israelischen Schätzungen rund 3.000 explosive Kriegsreste vermutet - darunter auch Antipersonen- und Antipanzerminen. Wann die Räumungsarbeiten abgeschlossen werden sollen, blieb zunächst offen.

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