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Weltspiegel

Gemeinsamer Aufruf: "Null-Toleranz" gegen neuen Antisemitismus

Von nachrichten.at/apa   21. Februar 2021 16:52 Uhr

KÖLN. Deutschlands Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat während eines Festakts in der Kölner Synagoge alle Bürger zum entschlossenen Widerstand gegen Antisemitismus aufgerufen.

Der Festakt läutete die Veranstaltungsreihe "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" ein.

"Wenn ich mir als Bundespräsident für dieses Festjahr etwas wünschen darf, dann nicht nur ein klares Bekenntnis, dass Jüdinnen und Juden in Deutschland ein Teil von uns sind, ein Teil unseres gemeinsamen Wir, sondern dass wir denen entschieden entgegentreten, die das noch - oder wieder - infrage stellen", sagte Steinmeier. "Die Bundesrepublik Deutschland ist nur vollkommen bei sich, wenn Juden sich hier vollkommen zu Hause fühlen", betonte er. Dass es sogar junge Israelis mitunter nach Deutschland ziehe, sei ein "unermessliches Glück für unser Land".

"Die jüdische Gemeinde in Köln ist damit nicht nur die älteste Gemeinde in Deutschland, sondern die älteste nördlich der Alpen", sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und CDU-Vorsitzende Armin Laschet. Das jetzt beginnende Festjahr mit seinen bundesweit rund 1000 Veranstaltungen sei ein idealer Anlass, um sich besser kennenzulernen. "Setzen wir dabei auch einen klaren Kontrapunkt zu antisemitischen Vorfällen, zu antijüdischen Verschwörungstheorien, zu antisemitischer Hetze im Netz und auf der Straße!", appellierte Laschet.

Israelischer Präsident: "Null Toleranz gegen Antisemitismus" 

Ebenso rief der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin in einem Grußwort zur "Null-Toleranz gegen jegliche Form des Antisemitismus" auf. In den vergangenen Jahrzehnten habe es in Deutschland sowohl eine starke Wiederbelebung des jüdischen Lebens gegeben als auch einen gefährlichen Anstieg alter und neuer Formen des Antisemitismus, sagte Rivlin. Dagegen müsse man angehen - "ob auf der Straße, in den Online-Medien oder in der Politik". Rivlin sagte, die Geschichte Deutschlands und des jüdischen Volkes sei seit Jahrhunderten miteinander verknüpft. Darin eingeschlossen seien Zeiten grausamer Verfolgung, aber auch Phasen, in denen die gemeinsame Geschichte von Zusammenarbeit und Toleranz geprägt gewesen sei.

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