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Europol meldet Zerschlagung von Drogen-Schmuggelnetzwerk

Von nachrichten.at/apa, 13. Juni 2024, 15:45 Uhr
SPAIN-CRIME-DRUG-POLICE
Die Guardia Civil und Europol nahmen am Donnerstag einen Mann in der Nähe von Malaga fest. Bild: JORGE GUERRERO (AFP)

MADRID. Die europäische Polizeibehörde Europol hat am Donnerstag die Zerschlagung eines großen Kokain-Schmugglernetzwerks in Europa verkündet.

Im Zuge groß angelegter Ermittlungen in etwa einem Dutzend Ländern, darunter Brasilien und die Türkei, seien 40 Menschen festgenommen worden, zuletzt am Mittwoch vier Verdächtige in Spanien, teilte die in Den Haag ansässige EU-Behörde mit.

Das kriminelle Netzwerk habe "Drogenschmuggel im großen Stil" betrieben und die illegale Ware per Schiff aus Südamerika eingeschleust. Nach dreijährigen Ermittlungen sei es gelungen, das gesamte "Kartell" zu zerschlagen, erklärte Europol. Dies sei ein "schwerer Schlag" gegen das Drogenschmuggelnetzwerk, dessen Anführer in der Türkei und im Emirat Dubai lebten.

700 Kilo Kokain auf Boot vor Kanaren gefunden

Die letzte Phase der Ermittlungen hatte den Angaben zufolge im August 2023 begonnen, als die spanische Guardia Civil vor den Kanarischen Inseln 700 Kilogramm Kokain auf einem Boot fand, dessen Besatzung aus Kroatien und Italien stammte. Mithilfe der Auswertung von Kommunikationsdaten und der Kooperation anderer Polizeibehörden konnten die Ermittler die vom Balkan stammenden Auftraggeber finden.

Zu den insgesamt 40 Festgenommenen gehören auch zwei ranghohe kroatische Mitglieder des kriminellen Netzwerks, die Ende vergangenen Jahres in Istanbul gefasst wurden. Zu den letzten Festgenommenen gehörte am Mittwoch ein 40-jähriger Mann in Mijas in der Nähe des südspanischen Küstenorts Marbella. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP, der bei dem Polizeieinsatz dabei war, schilderte, dass an der Aktion im Morgengrauen etwa ein Dutzend schwer bewaffnete Beamte der Guardia Civil beteiligt waren.

Auf drei Kontinenten aktiv

Die Schmuggler waren laut Europol auf drei Kontinenten aktiv. Aus Südamerika wurden die Drogen über den Seeweg in "Logistikzentren in Westafrika und auf den Kanarischen Inseln" gebracht und vorn dort in Verteilzentren in Belgien, Kroatien, Deutschland, Italien und Spanien.

Im Zuge der Ermittlungen gegen das Netzwerk zogen die Behörden verschiedener Länder insgesamt rund acht Tonnen Kokain aus dem Verkehr. Besitztümer im Wert von dutzenden Millionen Euro wurden beschlagnahmt oder eingefroren.

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