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Weltspiegel

ESA-Astronaut: Satelliten müssen mehr Ausweichmanöver fliegen

Von nachrichten.at/apa   19. November 2019 19:01 Uhr

Das computergenerierte Bild der ESA zeigt Weltraummüll früherer Weltraummissionen, der neben intakten Satelliten um die Erde kreist. 

BREMEN. Satelliten im All müssen aufgrund des zunehmenden Weltraumschrotts immer häufiger Ausweichmanöver fliegen, um Kollisionen und Schäden zu vermeiden.

Diese Situation habe sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verschlechtert und werde dies in Zukunft auf dramatische Weise weiter tun, sagte ESA-Astronaut und -Koordinator Thomas Reiter.

"Da fliegt inzwischen eine ganze Menge an Raumfahrtrückständen rum. Wir mögen den Begriff lieber als Raumfahrtmüll", sagte er am Dienstag beim 32. Bremer Unternehmerforum. Seit Beginn des Raumfahrtzeitalters seien rund 8.000 Satelliten gestartet, von denen noch etwa 1.800 aktiv seien. Ein Großteil sei bereits in die Erdatmosphäre eingetreten. Allein in den nächsten fünf bis sechs Jahren sei aber damit zu rechnen, dass über 50.000 Satelliten ins All gebracht würden. "Also ein Vielfaches von dem, was im gesamten Raumfahrtzeitalter gestartet wurde." Es gehe um die Sicherheit der wichtigen weltraumgestützten Infrastruktur. Darum müsse man sich dringend Gedanken machen, und dies greife die Europäische Weltraumorganisation (ESA) auch auf.

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