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Weltspiegel

Erstes Getreideschiff von der Ukraine nach Afrika unterwegs

Von nachrichten.at/apa   16. August 2022 08:41 Uhr

UKRAINE-RUSSIA-UN-CONFLICT-WAR-ECONOMY
Das Ziel des Schiffes ist der Hafen von Dschibuti, der Weizen ist für Äthiopien bestimmt, teilte das ukrainische Infrastrukturministerium mit. Berichte vom Auslaufen des Schiffes am Sonntag waren offenbar falsch.

KIEW/DSCHIBUTI. Die "Brave Commander" mit 23.000 Tonnen Weizen hat am ukrainischen Hafen Piwdennyj abgelegt, wie Daten von Refinitiv Eikon zeigen. Ihr Ziel ist der Hafen von Dschibuti.

Seit der Vereinbarung zur Wiederaufnahme von Getreideexporten per Schiff hätten 17 Schiffe ukrainische Häfen verlassen mit insgesamt 475.000 Tonnen an landwirtschaftlichen Gütern. Die Ziele waren bisher etwa die Türkei oder lagen bisher in der Nahost-Region. Die Ukraine gehört zu den weltweit größten Exporteuren von Getreide. Russland hatte die Häfen seit Beginn der Invasion in die Ukraine Ende Februar blockiert, weshalb die Ausfuhren fast vollständig zum Erliegen kamen. Insbesondere Afrika war davon betroffen. Die Vereinbarung wurde zwischen Moskau und Kiew unter Vermittlung der Türkei getroffen.

Das Welternährungsprogramm der UNO (WFP) hat den Frachter "Brave Commander" gechartert. Die Deutsche Presse-Agentur hatte bereits am Sonntag berichtet, die "Brave Commander" sei als erster Getreidefrachter im Auftrag der Vereinten Nationen aus dem südukrainischen Hafen Piwdennyj mit Weizen für Afrika ausgelaufen. Die dpa berief sich dabei auf eine Mitteilung des Gouverneurs des Gebietes Odessa, Maxym Martschenko, auf Telegram. Dies hat sich offensichtlich als verfrüht herausgestellt. Nach anderen Agenturberichten wurde die "Brave Commander" am Sonntag noch beladen.

Die Ukraine kann Vize-Infrastrukturminister Juryj Waskow zufolge im September drei Millionen Tonnen Getreide auf dem Seeweg ausführen. Dies könne in Zukunft auf vier Millionen Tonnen pro Monat erhöht werden. 30 Schiffe von außerhalb hätten sich für die nächsten zwei Wochen angemeldet, um in der Ukraine Getreide für den Export zu laden, so Waskow am Dienstag.

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