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Weltspiegel

Erde bebte mehrmals in der Schweiz - Auch in Österreich spürbar

Von nachrichten.at/apa   26. Oktober 2020 02:23 Uhr

Seismogramm eines Bebens (Symbolbild)

BASELGA DI PINE/GLARUS/WIEN. In der Schweiz hat im Kanton Glarus und auch im Kanton Basel-Landschaft am Sonntagabend mehrmals die Erde gebebt.

Das stärkste Beben wurde gemäß dem Erdbebendienst der ETH Zürich um 20.35 Uhr mit einer Magnitude von etwa 4,4 registriert. Erdbeben dieser Stärke sind in der Schweiz eher selten. Das Beben war laut Erdbebendienst der ZAMG auch in Vorarlberg spürbar. Mit Schäden sei jedoch in Österreich nicht zu rechnen, teilte die ZAMG am Sonntagabend mit.

Das Epizentrum befand sich beim Berg Kärpf im Kanton Glarus, wie der Schweizer Erdbebendienst auf dem Kurznachrichtendienst Twitter bekannt gab. Es blieb aber nicht bei diesem einzelnen Beben, sondern es kam zu zahlreichen Nachbeben: Um 20.42 Uhr wurde ein erneutes Beben der Stärke 2,7 bei Elm und eine Minute später eine weitere Erderschütterung der selben Stärke bei Gelterkinden im Baselbiet registriert. Um 20.43 Uhr kam es gemäß Erdbebendienst erneut beim Kärpf zu einer Erderschütterung von etwa der Magnitude 3,6 und um 21.13 Uhr wurde in Elm eine weitere Erschütterung von etwa der Stärke 2,9 gemessen.

Erdbeben mit einer Stärke von mehr als vier sind zumeist verbreitet spürbar. So gab der Erdbebendienst am Abend bekannt, dass die Beben bei Elm weiträumig verspürt worden seien. Die Webseite des Erdbebendienstes war angesichts der Anfragen besorgter Bürgerinnen und Bürger vorübergehend nur eingeschränkt abrufbar und der Erdbebendienst telefonisch nicht zu erreichen.

In der Notrufzentrale der Glarner Kantonspolizei wurde das Beben deutlich verspürt. Der diensttuende Polizeibeamte sagte auf Anfrage von Keystone-SDA, das Beben sei während rund zehn bis zwölf Sekunden deutlich spürbar gewesen. "Optisch hat sich alles bewegt und gezittert", schilderte er das Geschehen. Anschließend sei das Telefon heiß gelaufen. Zählen habe er die Anrufe nicht mehr können, aber es dürften Dutzende gewesen sein. Meldungen über Sach- oder sogar Personenschäden seien aber vorerst keine eingegangen.

Erdbeben mit der Magnitude 4 oder höher sind in der Schweiz eher selten. Das schwerste Erdbeben in der Schweiz in den letzten mehr als zehn Jahren ereignete sich am 3. März 2017 unter dem Urnerboden: Es erreichte damals eine Magnitude von 4,6 und war damit stark genug, um kleinere Schäden an Gebäuden zu bewirken. Es kam damals zu rund 100 Nachbeben.

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