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Weltspiegel

Entspannung in Venedig, aber weiterhin Unwetter in Piemont und Ligurien

Von nachrichten.at/apa   19. November 2019 14:18 Uhr

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Bild 1/37 Bildergalerie: Venedig kämpft gegen Hochwasser

ROM. Unwetter halten Italien weiter unter Druck. In Budrio nahe Bologna trat der Fluss Idice über die Ufer. Dutzende von Familien mussten ihre Häuser verlassen. Inzwischen entspannte sich die Lage in Venedig, wo die Aufräumungsarbeiten nach dem Hochwasser der vergangenen Woche auf Hochtouren laufen.

Befürchtet wird, dass auch der Fluss Reno in der Region Emilia Romagna über die Ufer treten könnte. Heftige Niederschläge gab es auch im Piemont und in Ligurien. In der piemontesischen Provinz Alessandria wurden die Schulen in 32 Kommunen geschlossen. In Ligurien gab es Erdrutsche im Raum zwischen Genua und Savona. Wegen des schlechten Wetters kam es zu Verkehrsproblemen auf den Autobahnen rund um Genua.

Inzwischen entspannte sich die Lage in Venedig, wo die Aufräumungsarbeiten nach dem Hochwasser der vergangenen Woche auf Hochtouren laufen. Die seit vergangener Woche geschlossene Universität Ca Foscari war am Dienstag den Studenten wieder zugänglich. Die Universität meldete Schäden in Höhe von 400.000 Euro. In der Stadt regnete es am Dienstag, es gab jedoch kein Hochwasser.

Mosaike in Markusdom beschädigt

Nachdem Hochwasser vergangene Woche die Markusbasilika überschwemmt hatte, werden die Schäden nun deutlich: Das Salzwasser, das in die Krypta und das Presbyterium des Markusdoms eindrang, beschädigte einige Bodenmosaiken, vor allem Bilder mit zwei Pfauen und einem Blumenteppich, die sich im rechten Teil der Kirche befinden, berichtete der Ingenieur der Basilika, Pierpaolo Campostrini.

Wegen des Salzwassers lösten sich einige Mosaik-Steine. Auch einige Marmorsäulen wurden zum Teil beschädigt. Die Schäden seien zwar groß, sie könnten jedoch behoben werden, meinte Campostrini.

Die italienische Regierung hat 65 Millionen Euro für Venedig bereitgestellt. Damit sollen vor allem die Ufer besser geschützt werden und ältere Immobilien restauriert werden. Das Kabinett in Rom hatte vergangene Woche bereits 20 Mio. Euro für die Nothilfe locker gemacht.

In der Nacht auf Mittwoch war das Wasser in Venedig - angetrieben durch starken Schirokko-Wind - auf 187 Zentimeter über dem Meeresspiegel gestiegen. Das war der höchste Wert seit der verheerenden Überschwemmung im Jahr 1966, als 194 Zentimeter erreicht wurden, teilte die Kommune mit. Danach gab es weitere zwei Flutwellen in den darauf folgenden Tagen.

Überschwemmungen in Friaul

Die Schlechtwetterfront belastete am Dienstag die Region östlich von Venedig. In San Michele al Tagliamento wurden einige Wohnungen überschwemmt. Auch in der friaulischen Provinz Pordenone gab es nach heftigen Niederschläge Überschwemmungen. Der Landwirtschaftsverband Coldiretti berichtete, dass die Zahl der Niederschläge in Italien im November sich gegenüber dem Vergleichsmonat 2018 um 121 Prozent verdoppelt habe. In den vergangenen zehn Jahren habe die italienische Landwirtschaft wegen Unwettern Schäden in der Größenordnung von 14 Milliarden Euro erlitten, berichtete Coldiretti.

Allein 2018 sei Italien 148 Mal von extrem starken Niederschlägen erschüttert worden. Diese verursachten 32 Todesopfer. 4.500 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, berichtete der Umweltschutzverband Legambiente in einem am Dienstag in Rom vorgestellten Bericht zum Thema Klimawandel in Italien. Sieben Millionen Italiener leben in Gebieten, die durch Überschwemmungen und Erdrutschen gefährdet sind.

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