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Weltspiegel

Die große Hoffnung auf einen Start der Tourismussaison

25. Mai 2020 07:56 Uhr

Die große Hoffnung auf einen Start der Tourismussaison
Ein Strand in Ostia bei Rom: Warten auf die Gäste

ROM/WIEN. Italien, Kroatien, Slowenien, Türkei – und Österreich: Jetzt beginnt der Wettlauf um die Urlaubsgäste im Corona-Sommer.

Riccione, Grado, Jesolo, Bibione. An diesem Wochenende warben viele italienische Badeorte um österreichische Urlaubsgäste. Jesolo, eines der größten Touristenzentren an der Adria, sandte dafür sogar einen offenen Brief an Bundespräsident Alexander Van der Bellen mit dem Appell, dass Österreich und Italien viel mehr verbinde als bloß geographische Nachbarschaft.

Video: Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) geht davon aus, dass Grenzen zu manchen Ländern ab Mitte Juni für Urlauber geöffnet werden.

Der italienische Außenminister Luigi Di Maio will in Kürze nach Wien reisen, um Österreich zur Aufhebung der Reisebeschränkungen in Richtung Italien zu überreden. Ähnliche Reisen plant Di Maio auch nach Deutschland und Slowenien. Ab dem 3. Juni können Ausländer wieder nach Italien kommen, ohne sich dort zuerst einer zweiwöchigen Quarantäne unterziehen zu müssen. Damit erhofft sich Italien einen Neustart des Tourismus. Die gesundheitliche Lage in Italien sei ermutigend, die Pandemie-Kurve sei stark sinkend, sagte Di Maio.

Video: Urlaubszeit im Schatten von Corona: Die komplette Diskussion bei "Im Zentrum" mit Tourismusministerin Elisabeth Köstinger, Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi, Frank Ulrich Montgomery (Vorstandsvorsitzender des Weltärztebundes) und Andreas Sönnichsen (Leiter Abteilung Allgemeinmedizin an der MedUni Wien) zum Nachsehen. 

Regierungsvertreter skeptisch

In Österreich bremst man jedoch. Linie der Regierung war es bisher, die Grenzen nur zu jenen Nachbarn zu öffnen, bei denen die Corona-Lage ähnlich wie in Österreich unter Kontrolle ist. In Hintergrundgesprächen gaben sich höchste Regierungsvertreter äußerst skeptisch, was eine Öffnung des Reiseverkehrs mit Italien in diesem Sommer betrifft. Allerdings hält Österreich diese Linie auch gegenüber Slowenien und Kroatien, wo die Corona-Lage ähnlich beherrscht wird wie in Österreich. Deshalb wächst in diesen Ländern der Unmut. Österreich wolle selbst alle Urlauber halten und blockiere deshalb eine Einigung, hieß es aus Slowenien.

Dass Österreich intensiv um deutsche Urlauber wirbt, ist kein Geheimnis. Doch die Konkurrenz ist groß. Auch die Türkei drängt Deutschland, die Reisewarnung für die Türkei noch vor den Sommerferien aufzuheben. Die Warnung gilt vorerst bis zum 14. Juni.

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