Lade Inhalte...

Weltspiegel

"Das Licht ging aus und alle schrien"

05. Mai 2021 00:04 Uhr

U-Bahn-Unglück in Mexiko

Bildergalerie ansehen

Bild 1/10 Bildergalerie: U-Bahn-Unglück in Mexiko

MEXIKO-STADT. Beim Einsturz einer U-Bahn-Brücke in Mexiko-City gab es mindestens 23 Tote.

Mexiko-Stadt ist von einem schweren Unglück erschüttert worden: Beim Einsturz einer U-Bahn-Brücke starben mindestens 23 Menschen, Dutzende weitere wurden verletzt. Unter den Todesopfern seien auch Kinder, sagte Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum am Unglücksort. Mehr als 70 Verletzte mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Dutzende Rettungskräfte waren stundenlang im Einsatz, ihre Arbeit wurde durch das instabile Zugwrack erschwert.

Mexikanische Medien veröffentlichten Bilder von Überwachungskameras, die zeigen, dass die Brücke einstürzte, als gerade eine Bahn darüberfuhr. Der U-Bahn-Zug wurde in zwei Teile zerrissen und hing anschließend V-förmig über der Straße. "Das Licht ging aus. Alle haben geschrien, die Menschen sind auf mich draufgefallen. Viele haben um Hilfe gerufen", berichtete eine Frau, die das Unglück überlebte, der Tageszeitung "El Universal".

Verzweifelte Angehörige

Mindestens zwei Waggons stürzten zusammen mit Trümmern auf die Straße, auf der sich zum Zeitpunkt des Unglücks viele Autos befanden. Die Rettungskräfte versuchten, Menschen zu finden, die möglicherweise in Autos oder den Trümmern eingeklemmt waren. Mindestens ein Auto soll unter den Trümmern verschüttet sein. Am Unglücksort versammelten sich verzweifelte Menschen, die nach ihren Angehörigen in dem Zugwrack suchten. Die Rettungsarbeiten wurden auch durch zahlreiche Schaulustige behindert. Viele filmten mit ihren Handys.

Das Unglück ereignete sich auf der Linie 12, der jüngsten Linie im U-Bahn-Netz der Neun-Millionen-Metropole. Sie wurde erst 2012 eröffnet. Anwohner hatten Berichten zufolge bereits vor Jahren Schäden an Pfeilern entlang der Strecke angeprangert. Nach dem schweren Erdbeben von 2017 waren demnach Risse festgestellt worden. Zudem gab es Vorwürfe der Korruption beim Bau der Strecke. Und bereits zwei Jahre nach Einweihung der Linie war der Betrieb für Reparaturen monatelang unterbrochen worden.

"Lückenlose Aufklärung"

Mexikos Präsident Andres Manuel Lopez Obrador versprach eine lückenlose Aufklärung des Unglücks. "Wir werden nichts verbergen", sagte er. "Wir werden das Volk nicht belügen und auch nicht betrügen." Auch Bürgermeisterin Sheinbaum kündigte an, der bauliche Zustand der Linie 12 werde überprüft. Vorerst werde der Betrieb auf der Strecke eingestellt: "Wir werden die ganze Wahrheit berichten."

Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

mehr aus Weltspiegel

0  Kommentare expand_more 0  Kommentare expand_less