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Weltspiegel

Corona: Rekordwerte in Deutschland und Frankreich

Von nachrichten.at/apa   15. Oktober 2020 21:24 Uhr

Frankreich hat mit alarmierend hohen Zahlen zu kämpfen. 

ROM/PARIS/BERLIN. Alarmierend hohe Infektionszahlen und Verschärfungen bei den Corona-Maßnahmen: Ein Überblick über die aktuelle Lage in Europa.

Deutschland verzeichnete am Donnerstag einen Rekordwert von 6.638 Neuinfektionen, in Frankreich waren es sogar 30.000. Höchstwerte an neuen Infektionen an einem Tag wurden auch in Belgien sowie jeweils am Mittwoch in Tschechien und Italien registriert. In Italien erwägt die Regierung beschränkte Lockdowns auf lokaler Basis, in Slowenien gibt es ab Freitag einen Teil-Lockdown. Ein Überblick: 

Fast doppelt so viele Tote in Italien wie am Vortag

Am Donnerstag sind in Italien 8.804 Corona-Neuinfektionen verzeichnet worden, so viele wie noch nie binnen 24 Stunden. Am Vortag waren es 7.332. Zudem gab es am Donnerstag 83 zusätzliche Todesopfer, fast doppelt so viele wie am Vortag, als 43 Tote im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet worden waren. Eine Rekordzahl von 163.000 Abstrichen wurden an einem Tag genommen. Die Zahl der Corona-Toten in Italien seit Beginn der Epidemie im Februar stieg somit auf 36.372.

Die Zahl der bestätigten aktiven Fälle kletterte auf 99.266, jene der in Spitälern behandelten Covid-19-Patienten stieg von 5.470 auf 5.796, teilte das italienische Gesundheitsministerium mit. In Quarantäne befinden sich derzeit 92.884 Personen. Auf Intensivstationen lagen 585 Patienten, am Vortag waren es 539.

Angesichts der zunehmenden Zahl von Infektionen in Italien wird die Einrichtung von Sperrzonen in besonders stark betroffenen Provinzen nicht ausgeschlossen. Bisher hatte Premier Giuseppe Conte einen Lockdown auf gesamtstaatlicher Ebene wie im März und April verneint.

Mehr als 30.000 Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich hat mit mehr als 30.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages erneut eine Höchstzahl gemeldet. Bei den französischen Gesundheitsbehörden wurden am Donnerstag 30.621 neue Fälle registriert. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 88 auf insgesamt 33.125 seit Beginn der Pandemie.

Wegen der massiv steigenden Corona-Zahlen hatte Frankreichs Regierung am Mittwoch erstmals seit dem Frühjahr wieder Ausgangssperren in großen Städten angekündigt. In Paris und acht weiteren Hotspots dürfen die Bürger ab diesem Wochenende das Haus zwischen 21.00 Uhr und 6.00 Uhr nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Auf Reisebeschränkungen innerhalb des Landes, wie sie in Deutschland für heftigen Streit sorgen, verzichtet Frankreich dagegen bisher.

Höchstwert in Deutschland

Auch in Deutschland ist die Zahl der binnen eines Tages mit dem Coronavirus neu infizierten Menschen erneut sprunghaft gestiegen und hat damit einen Rekordwert erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag 6.638 Neuinfektionen - rund 1.500 mehr als am Mittwoch. Bisher waren Ende März mit knapp 6.300 Neuinfizierten die meisten registriert worden.

Allerdings sind die jetzigen Werte nicht mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden. Am Mittwoch vergangener Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 4.059 Neuinfektionen mitgeteilt. Damit war zum ersten Mal seit April die 4.000er Marke überschritten worden.

Teil-Lockdown in Slowenien

Slowenien führt angesichts steigender Coronazahlen für den Großteil des Landes einen Teil-Lockdown ein. Ab Freitag werden sieben von zwölf Regionen mit den höchsten Infektionszahlen unter Quarantäne gestellt, die Bewohner werden nur unter Ausnahmen ihre Region verlassen dürfen. In den Risikoregionen wird außerdem Versammlungsverbot gelten, Bars und Restaurants werden geschlossen, Maskenpflicht wird es auch im Freien geben.

Die Einschränkungen werden voraussichtlich für die nächsten zwei Wochen gelten, sagte der slowenische Innenminister Ales Hojs bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Die Regierung hat schärfere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus am Mittwochabend beschlossen.

Das Verlassen von sogenannten "roten" Regionen wird mit mehreren Ausnahmen geregelt. Zur Arbeit oder etwa zum Arztbesuch wird man weiterhin über die Regionalgrenzen hinweg pendeln dürfen. Transit wird ebenfalls erlaubt. Wer für die Herbstferien in der letzten Oktoberwoche bereits Urlaub außerhalb der eigenen Region gebucht hat, wird diesen trotz Einschränkungen realisieren können. Davor wird laut Hojs jedoch abgeraten.

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