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Weltspiegel

Corona-Entwicklungen: Melbourne zurück im Lockdown

Von nachrichten.at/apa   27. Mai 2021 10:10 Uhr

Die Menschen in Melbourne bereiten sich auf den erneuten Lockdown vor.

MELBOURNE/ROM. Der australische Bundesstaat Victoria mit der Millionenmetropole Melbourne geht nach mehreren Dutzend Corona-Neuinfektionen in einen strikten Lockdown. In Italien wird die Impfkampagne zügig fortgesetzt.

Die Beschränkungen in Melbourne sollen von Freitag an zunächst für sieben Tage gelten, wie die Behörden mitteilten. Dann darf man sein Zuhause nur noch aus wichtigen Gründen verlassen - beispielsweise für eine Impfung. Auch darf man sich nur noch in einem Umkreis von maximal fünf Kilometern bewegen.

Vergangenes Jahr hatte in Melbourne bereits ein monatelanger Lockdown mit strengen Ausgangsbeschränkungen gegolten. Nun verzeichneten die Behörden in Victoria am Donnerstag elf neue Fälle. Insgesamt gibt es in dem Bundesstaat mindestens 34 aktive Infektionen, größtenteils mit der hochansteckenden indischen Variante des Virus.

Das 25-Millionen-Einwohner-Land Australien hat die Pandemie wegen extrem strikter Regeln bisher gut im Griff. Landesweit wurden insgesamt 30.000 Fälle bestätigt. 910 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Die Grenzen sind schon seit März 2020 geschlossen.

Impffortschritte in Italien

Auf Sizilien beginnt die Impfung von Maturanten. Am Donnerstag sollte zudem in der Lombardei die Impfung von Personen im Alter von über 30 Jahren starten. Die Regierung berät inzwischen über die Möglichkeit, dass Touristen in Urlaubsorten immunisiert werden können. Dies soll aber nur gelten, wenn sie sich mindestens drei Wochen im Ort aufhalten. Analysiert wurden die logistischen Hürden, die dazu beseitigt werden müssen.

8,5 Millionen Dosen Impfstoff sollen in den nächsten Tagen in Italien eintreffen. Damit steigt die Zahl der Vakzine, die Italien im Monat Mai erhalten hat, auf 17 Millionen, teilte Regierungskommissar Francesco Paolo Figliuolo mit.

Angesichts der hohen Zahl an Menschen über 60 Jahren, die noch nicht immunisiert wurden, will der Experte des Gesundheitsministeriums Walter Ricciardi verstärkt niedergelassene Mediziner einbinden. "Wir müssen auf Hausärzte setzen, um die Impfkampagne weiter auszudehnen", sagte Ricciardi. Es sei wichtig, auch Patienten zu erreichen, die sich bisher nicht zur Impfung gemeldet haben.

Mehr als tausend italienische Mediziner haben sich inzwischen einer von den Verbänden des Netzwerks "Nachhaltigkeit und Gesundheit" initiierten Kampagne angeschlossen und bitten, Pläne zur Anti-Covid-Impfung für Kinder zu überdenken. Die italienischen Ärzte schlossen sich einem Appell von israelischen und britischen Ärzten an.

"Wir bitten darum, Kinder nicht zu impfen, und zwar aus drei Gründen: Kinder haben ein minimales Risiko, an Coronavirus zu erkranken. Der Impfstoff schützt zwar vor der Krankheit, vermeidet aber nicht die Infektion und die Möglichkeit der Ansteckung anderer. Kinder sind außerdem keine Quelle signifikanter Ansteckungsgefahr für Erwachsene, das Gegenteil ist der Fall", hieß es im Schreiben.

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