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Weltspiegel

Weidetiere und Wölfe: Deutsche haben sich geeinigt

Von nachrichten.at/apa   31. August 2017 11:27 Uhr

Kühe Alm Landwirtschaft
Rund 6400 Stück Rinder weiden auf oberösterreichs Almen. Die Schäfer sehen in Wölfen eine Gefahr für ihre Tiere.

BERLIN. Naturschützer, Tierfreunde und Schäfer haben sich erstmals auf eine gemeinsame Strategie zum Umgang mit Wölfen in Deutschland geeinigt.

Gemeinsam sprachen sich die Verbände unter anderem für ein Wolfsmanagement in den Bundesländern, Investitionen in Schutzzäune und einen schnellen Schadensausgleich nach Wolfsattacken auf Nutztiere aus.

Die Einigung umfasst aber auch den Abschuss von "Problemwölfen" durch Naturschutzbehörden als letztes Mittel. "Einzelne Wölfe dürfen nicht die Akzeptanz für die ganze Art gefährden", sagte Moritz Klose, Wildtierexperte beim Umweltschutzverband WWF, am Donnerstag in Berlin.

Bisher habe es beim Thema Wolf eher Grabenkämpfe zwischen verschiedenen Interessengruppen und emotionale Diskussionen gegeben, erläuterte Klose. Auf das neue Programm "Weidetierhaltung und Wolf in Deutschland. Eckpunkte für ein konfliktarmes Miteinander" haben sich nun unter anderem Bund, WWF, der Bundesverband der Berufsschäfer, der Tierschutzbund und der Ökologische Jagdverband geeinigt. Der wesentlich größere Deutsche Jagdverband ist allerdings nicht dabei. Auch der Deutsche Bauernverband war nicht an den Eckpunkten beteiligt.

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